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Gleichstellungsministerin Köpping: „Diskriminierung und Stigmatisierung haben in unserer demokratischen Gesellschaft keinen Platz“

(Dresden, den 16. Mai 2017) Am morgigen Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie wird weltweit auf die Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) aufmerksam gemacht.

Petra Köpping: „Es ist nicht akzeptabel, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität oder Orientierung diskriminiert und stigmatisiert werden. Dafür ist in unserer demokratischen Gesellschaft kein Platz! Es besteht weiterhin Handlungsbedarf bei der Bekämpfung von Feindlichkeit gegenüber LSBTI. Deswegen haben wir gemeinsam mit Vereinen und Initiativen einen Landesaktionsplan für die Akzeptanz der Vielfalt von Lebensentwürfen entworfen und möchten diesen noch in diesem Jahr im verabschieden.“

Die Sächsische Gleichstellungsministerin, Petra Köpping, hat heute in Leipzig anlässlich einer Übergabe von Firmenakten des Bergbauunternehmens MIBRAG an das Sächsische Wirtschaftsarchiv e.V. zur Aufarbeitung von DDR- und Nachwende-Wirtschaftsgeschichte aufgefordert.

Diese sei wichtig für die Wertschätzung und Anerkennung der Lebensleistung der Menschen im Osten, sagte die Ministerin:

„Von vielen wird der wirtschaftliche Zusammenbruch 1990 als normale schöpferische Zerstörung beschrieben, wie sie nun mal im Kapitalismus stattfindet. Doch diese allein auf ökonomischen und manchmal noch ökologischen Argumenten fußende Beschreibung macht Hundertausende von ostdeutschen Arbeiterinnen und Arbeitern zu bedauerlichen Kollateralschäden der Nachwendezeit.“
Und weiter argumentierte Petra Köpping:

„Dabei haben Bergleute und Ingenieure der MIBRAG-Vorgängerunternehmen Großes geleistet und unter schwersten Bedingungen gearbeitet. Das verdient höchsten Respekt. Gerade weil der Ort des Arbeitens für Frauen und Männer in der DDR einen enorm wichtigen Stellenwert hatte, resultieren aus der Ignoranz gegenüber dem Schicksal vieler Ostdeutscher Kränkungs- und Demütigungsgefühle – oft auch bei denen, die sich letztendlich erfolgreich durchgekämpft haben.“

Ministerin Köpping: „Der gesellschaftliche Zusammenhalt liegt mir am Herzen“

(Dresden, den 11.05.2017) Im Zuge der Halbzeitbilanz der Staatsregierung gibt der Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration einen Überblick über die Entwicklungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren.

Ministerin Köpping: „Das Leitbild meiner Politik ist geprägt durch die Bemühungen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der mir sehr am Herzen liegt. In den letzten Jahren haben wir gespürt, dass sich die sächsische Bevölkerung teilweise distanziert hat und zwar von den Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Terror zu uns gekommen sind, von Menschen, die anders sind, weil sie beispielsweise eine andere sexuelle Orientierung haben und diese auch leben möchten oder von Menschen, die in demokratischen Initiativen aktiv sind oder die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Vieles, was wir an Anfeindungen und Übergriffen erlebt haben, macht uns fassungslos. In unzähligen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern ist es mein Anliegen herauszufinden, wo diese Ablehnung und dieser mitunter blanke Hass herrühren. Eine Antwort, die ich gefunden habe, liegt in den oft von Enttäuschung geprägten Erfahrungen, die viele Menschen in der Nachwendezeit erlebten. Auf diese Enttäuschungen angemessen zu reagieren, diese öffentlich anzuerkennen und ernst zu nehmen, ist für mich eine Möglichkeit, unsere Gesellschaft wieder zusammen zu führen. Ich werde mich auch in den kommenden zweieinhalb Jahren mit aller Kraft dafür einsetzen, dass das Miteinander im Freistaat Sachsen durch Solidarität und Mitmenschlichkeit geprägt wird.“

In den Bereichen Gleichstellung, Integration und Demokratieförderung wurden seit Ende 2014 folgende Maßnahmen umgesetzt.

Gleichstellungsministerin Köpping: „25 Jahre Frauenpower im ländlichen Raum“

(Dresden, den 5. Mai 2017) Am morgigen Sonnabend feiert der Sächsische Landfrauenverband mit Mitgliedern und Wegbegleitern sein 25-jähriges Bestehen. An der Jubiläumsfeier in Roßwein nimmt auch die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, teil.

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Mit Elan, Kompetenz und Herz setzt sich der Sächsische Landfrauenverband für mehr Schwung und Chancengerechtigkeit in den ländlichen Regionen des Freistaates ein. Traditionsverbundenheit, aber auch Wagemut zeichnen die Arbeit der Landfrauen seit jeher aus.“

Ein Höhepunkt der Festveranstaltung ist die Herstellung eines gigantischen Schals. Dazu steuern alle 33 Orts- und Kreisvereine ein selbstgestaltetes, bis zu 1,5 Meter langes Textilstück bei. Die einzelnen Teile werden vor Ort zu einem Erinnerungsstück zusammengenäht, das gleichzeitig die Diversität und den Zusammenhalt der Landfrauen symbolisiert. Im Rahmen der Feier wird auch die Broschüre „Landfrauen hinterlassen Spuren“ mit 25 Portraits und 25 Spuren aus 25 Jahren Verbandsarbeit präsentiert.

Ministerin Petra Köpping: „Sachsen stärkt Frauen per Gesetz“

(Dresden, 2. Mai) Am 3. Mai 1957 beschloss der Deutsche Bundestag das „Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts“, das sogenannte Gleichberechtigungsgesetz. Damit wurde die im Grundgesetz festgeschriebene Gleichberechtigung von Mann und Frau in Bundesrecht umgesetzt.

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Dieses Gesetz war ein erster bedeutender Schritt in Richtung Gleichberechtigung, dem noch viele weitere folgten und auch weiterhin folgen müssen. In Sachsen nehmen wir dies mit der Entwicklung des Frauenfördergesetzes zu einem modernen Gleichstellungsgesetz in Angriff. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten aus dem Gleichstellungsbereich wurde die Fortschreibung durchgeführt. Noch in diesem Jahr wird der Gesetzentwurf in den parlamentarischen Geschäftsgang gehen. Ziel des Gesetzes ist eine starke Förderung von Frauen in Sachsen, beispielsweise durch die Aufwertung der Gleichstellungs-und Frauenbeauftragten.“

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