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Köpping: „Geschichte wird dort am besten erlebbar, wo sie stattgefunden hat“

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli plädierte jüngst dafür, dass jeder, der in Deutschland lebt, verpflichtet wird, einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte zu besuchen.

Dazu die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Die Wirkung des authentischen Ortes, an dem das Grauen, was den Menschen dort wiederfahren ist, spürbar ist, kann in kein Klassenzimmer, in keinen Betrieb transferiert werden. Geschichte wird dort am besten erlebbar, wo sie stattgefunden hat. Aus diesem Grund fördern wir über das Landesprogramm ‚Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz‘ seit vergangenem Jahr Bildungsfahrten zu den Gedenkstätten. In diesem Jahr stehen rund 100.000 Euro bereit.

Zu dem brutalen Angriff auf eine junge Afrikanerin in Dresden, bei der eine Hundebesitzerin ihren Hund auf die 19 Jährige Äthiopierin hetzte, erklärt die Sächsische Integrationsministerin Petra Köpping:

„Der Angriff ist zu verurteilen, so wie jeder Angriff auf Menschen zu verurteilen ist. Trotzdem gibt es keine No-Go-Areas in Sachsen für Menschen mit Migrationshintergrund. Die umstehenden Menschen, die den Angriff gesehen haben, haben ja eingegriffen, sich eingemischt und eben nicht weggesehen. Prävention ist wichtig, Erklären, wo die Geflüchteten her kommen, was man tun kann als Bürgerin und Bürger, um zu unterstützen. Und immer dort, wo sie nötig ist, brauchen wir eine schnelle staatliche Aufklärung, sei es in diesem Fall oder angesichts der Kriminalstatistiken. Was wir darüber hinaus brauchen, sind positive Beispiele, die gelingende Integration zeigen. Der letzte Sachsen-Monitor hat gezeigt, dass Ausländerfeindlichkeit in hierzulande immer noch sehr verbreitet ist. Alle politisch Aktiven müssen sich dem entgegen stellen. Das bleibt eine unserer wichtigsten Aufgaben, nicht nur für die Staatsregierung. Ich möchte aber auch dazu sagen, dass wir eine große Anzahl von Menschen haben, die anderen beistehen und sie unterstützen wollen. Auch das macht Sachsen aus.“

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
11.01.2018
Demokratie | Integration | Asyl

Gleichstellungsministerin Köpping: „Gleichstellungsthemen gehören in die Mitte der Gesellschaft“

Aus der „Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen“ ist heute das GENDERKOMPETENZZENTRUM Sachsen geworden. Seit Mitte der 1990er Jahre fördert der Freistaat Sachsen die landesweite, emanzipatorische Frauenbildungsarbeit der "Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen". In dieser Zeit hat sich das Verständnis von Gleichstellungspolitik von einer autonomen feministischen Frauenpolitik hin zu einer breiten, intersektionalen und alle Geschlechter umfassenden Zusammenarbeit für Geschlechtergerechtigkeit weiterentwickelt.

Das GENDERKOMPETENZZENTRUM Sachsen führt diese Arbeit nun weiter - mit Weiterbildungen und mit Kooperationsprojekten in Zusammenarbeit mit Kommunen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Hochschulen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft. In Zukunft werden vielfältige Informationen zum Thema Gleichstellung noch mehr als bisher online vermittelt. Der GenderKalender (www.genderkalender.de) bietet bereits jetzt einen digitalen Überblick über Gender- und Vielfaltsveranstaltungen in ganz Sachsen. Mittels Fachtagen und Netzwerktreffen sollen vermehrt Impulse gesetzt und der Austausch und die Vernetzung der Akteur*innen im Querschnittsbereich Gender gestärkt werden. Die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, fördert das GENDERKOMPETENZZENTRUM mit 160.000 Euro über die Förderrichtlinie Chancengleichheit.

Köpping: „Kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Ab dem 6. Januar können Beschäftigte erstmals Auskunft über die Entgeltstrukturen in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlangen. Der Anspruch bezieht sich auf Beschäftigte des jeweils anderen Geschlechts, die eine gleiche oder gleichwertige Tätigkeit ausüben. Die Grundlage für den Auskunftsanspruch bildet das Entgelttransparenzgesetz, das im Juli 2017 in Kraft getreten ist.

Dazu die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Ich finde der Auskunftsanspruch ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es ist selbstverständlich nicht zu erwarten, dass auf diese Weise der große Durchbruch zu einer umfassenden Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern erreicht werden kann, aber es ist ein wichtiges politisches Signal. Es zeigt deutlich, dass wir wollen, dass über Gehälter offen gesprochen wird. Es ermöglicht Frauen, Vergleiche zu den Verdiensten der männlichen Kollegen zu ziehen. Die Kultur der Antidiskriminierung wird verbessert, die Transparenz erhöht und Unternehmen müssen sich dafür rechtfertigen, wenn eine deutliche Entgeltlücke zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichtbar wird.

Nach einem langen Rechtsstreit über das Vermögen der DDR-Staatspartei SED werden die ostdeutschen Bundesländer insgesamt rund 185 Millionen Euro erhalten. Auf Sachsen sollen demnach Nachzahlungen in Höhe von 58 Millionen Euro entfallen.

Dazu erklärt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Dieses Geld wäre sinnvoll für die Finanzierung der Nachwende-Aufarbeitung. Es wäre genau das richtige Signal, wenn es zudem für den Gerechtigkeitsfonds, einer Kommission zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Nachwendezeit und somit für eine neue Erinnerungskultur über die Nachwendezeit zur Verfügung stünde.

Man muss endlich untersuchen, warum viele Menschen so frustriert sind, und wo die Ursachen dafür sind. Diese Menschen fühlen sich betrogen. Ich finde, man muss jetzt herausarbeiten, wo ein echter Grund vorliegt, und wie man das ändern kann. Und dabei könnte diese Nachzahlung sehr helfen.“

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