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Köpping: „Endlich gemeinsam die Ungerechtigkeiten angehen und das Gleichstellungsgesetz verabschieden“

Heute wurde der 5. Frauenförderbericht im Kabinett vorgestellt. Damit wird ein Bericht vorgelegt, der die vollzogene Entwicklung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Öffentlichen Dienst darstellt, aber auch eine Grundlage bildet, künftige Entwicklungen vergleichbar zu machen.

Aufgrund der erhobenen Datenstatistik ist zu erkennen, dass von rund 210.000 Beschäftigten 140.000 Frauen und 70.000 Männer beim Freistaat Sachsen tätig waren. Im öffentlichen Dienst sind somit überproportional (65,9 Prozent) viele Frauen beschäftigt. Der Frauenanteil in leitenden Funktionen (Referatsleitung, Referent/innen mit Leitungsfunktion sowie Sachgebietsleitung) ist vergleichsweise hoch und liegt mit 66,1 leicht über der Gesamtbeschäftigungsquote. Weiterhin ist dennoch festzustellen: „Teilzeit ist weiblich“: die Teilzeitbeschäftigung liegt bei Frauen bei 85 Prozent, bei Männern sind es knapp 15 Prozent.

Gleichstellungsministerin Köpping: „Der Frauenförderbericht zeigt, dass die bereits im vorigen Bericht festgestellten geschlechtsspezifischen Ungleichheiten nach wie vor vorhanden sind. Besonders auffällig ist, dass weibliche Beschäftigte in den höchsten Führungspositionen, Laufbahn- sowie Entgeltgruppen unterrepräsentiert sind. Karrierewege für Frauen stehen im öffentlichen Dienst in Sachsen nicht ausreichend offen. Der Frauenförderbericht wurde intensiv und durch einen langwierigen Prozess in der Staatsregierung abgestimmt.

Das Ergebnis des Berichtes zeigt auch, wie dringend wir das moderne Gleichstellungsgesetz brauchen, welches wir gerade auf den Weg bringen. Mit dem Gleichstellungsgesetz sollen genau diese Ungerechtigkeiten behoben werden. Damit sollen Führungspositionen in Teilzeit, Arbeitszeitreduzierung für die Pflege ermöglicht werden und Strategien erarbeitet, um männliche Beschäftigte für die Wahl von familienfreundlichen Beschäftigungsmodellen zu gewinnen.“

Seit Mitte 2018 wird das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ (WOS) im Auftrag der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration durch die IMAP change und culture GmbH evaluiert. Ein Zwischenbericht wird im ersten Quartal dieses Jahres erstellt und dem Kabinett vorgelegt. Die Evaluation wird dabei auf zwei Ebenen durchgeführt, sowohl auf der Projekt, als auch auf der Programmebene. Die Besonderheit der Evaluation besteht darin, dass sowohl beendete, als auch fortlaufende Projekte ausgewertet werden.

Integrationsministerin Petra Köpping über die Weiterentwicklung des Landesprogramms: „Wir möchten keine Politik aus dem Elfenbeinturm heraus betreiben. Deshalb ist uns sowohl der persönliche Kontakt zu unseren Demokratieprojekten, als auch der regelmäßige Austausch mit den Vereinen und Initiativen wichtig. Auch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation des WOS werden uns eine weitere wertvolle Perspektive geben, um unser Landesprogramm qualifiziert weiterentwickeln zu können.“

Informationen zum WOS:

Mit dem Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz« (WOS) hat der Freistaat Sachsen im April 2005 ein Demokratieförderprogramm ins Leben gerufen, welches zivilgesellschaftliche Initiativen bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit unterstützt sowie zur Stärkung demokratischer Strukturen in Sachsen beiträgt. Das WOS zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es sich explizit auch an kleine Vereine und Initiativen richtet, welche durch Beratung und Netzwerkarbeit bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Projektideen gefördert werden. Mit dem Übergang in den Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Ende 2014 wurde das WOS novelliert und sukzessive weiterentwickelt. Neben längerfristigen Projekten bietet das WOS auch die Möglichkeit der kurzfristigen Förderung von Mikroprojekten und Bildungsfahrten, wie zum Beispiel der Besuch von Gedenkstätten. Für die Umsetzung des WOS stehen im Jahr 2019 insgesamt rund 5,14 Millionen Euro zur Verfügung.

Hinweis: Die genannten Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
03.01.2019
Haushalt | Demokratie | Integration | Asyl

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Bekämpfung von Diskriminierungen muss in allen Teilen Sachsens stattfinden“

(Chemnitz, 7. Dezember) Heute eröffnete die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, die Antidiskriminierungsberatungsstelle für Chemnitz und die angrenzenden Landkreise Mittelsachsen, Erzgebirge und Zwickau. Der Träger der Einrichtung ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. (ADB), welches auch Beratungsstellen in Dresden und Leipzig unterhält.

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Die Bekämpfung von Diskriminierungen muss in allen Teilen Sachsens stattfinden. Wenn Menschen wegen ihrer Behinderung, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Identität ausgegrenzt, benachteiligt oder angegriffen werden, benötigen sie Unterstützung, um sich gegen Diskriminierung zu wehren und ihre eigenen Rechte durchzusetzen. Mit der Eröffnung der Regionalstelle des ADB Chemnitz vollziehen wir einen wichtigen Schritt zum Aufbau einer flächendeckenden Antidiskriminierungsberatung in Sachsen. Um Diskriminierungen nachhaltig zu bekämpfen, brauchen wir nachhaltige Hilfestrukturen vor Ort.“

Zum 9. Mal in Folge wurde hervorragendes Engagement ausgezeichnet

(Dresden, den 16. November) Heute verliehen die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth, Staatsminister a.D., den 9. Sächsischen Integrationspreis. Preisträger sind die Tischlerei Schulz aus Chemnitz, die Zeittauschbörse in Taucha und die Stadtteilarbeit SPIKE aus Dresden.

Für den Sächsischen Integrationspreis 2018 hatten sich 78 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen beworben. Ausgezeichnet wurden drei Projekte und Initiativen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft einsetzten, sie unterstützten, förderten und vorlebten.

Landtagsvizepräsident Horst Wehner begrüßte die Gäste im voll besetzten Plenarsaal: „Die Vielzahl von Bewerbungen verdient den Dank und die Anerkennung der sächsischen Politik und eine noch stärkere Wahrnehmung und Vorbildwirkung in der sächsischen Öffentlichkeit, wie das mit der Verleihung des Integrationspreises zum Ausdruck gebracht wird.“

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, betonte in ihrem Grußwort: „Bei vielen Wettbewerben gibt es nur wenige herausragende Gewinner – beim Sächsischen Integrationspreis ist das nicht der Fall. Am liebsten möchte ich jedem Bewerber, jeder Bewerberin, den vielen Vereinen und Initiativen und natürlich den Unternehmen einen Preis überreichen und jedem und jeder Einzelnen für das großartige Engagement danken. Integration schaffen wir nur gemeinsam. Und es freut mich zu sehen, wie viele Menschen in Sachsen diese Tatsache verinnerlicht haben und sich jeden Tag dafür einsetzen, anderen dabei zu helfen, bei uns eine neue Heimat zu finden.“

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth erläuterte: „Es geht um mehr als um Unterbringung oder um erste sprachliche Verständigung. Es geht um sinnvolle zukunftsorientierte Qualifizierung und Beschäftigung. Dafür sind eine Vielzahl von Menschen mit Herz und Verstand engagiert. Für die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen müssen sich Politik und Verwaltung einsetzen.“

Drei gleichwertige Preise, die mit je 3.000 Euro dotiert sind, wurden vergeben.

Preisträger Sächsischer Integrationspreis 2018

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Wir müssen Gewalt gegen Frauen zum öffentlichen Thema machen“

(Dresden, den 14. November) Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping hat heute gemeinsam mit der Vorsitzenden des Landesfrauenrates Sachsen e.V. Susanne Köhler und der Leiterin der Dresdner Interventions- und Koordinierungsstelle Sylvia Müller das Programm für die Sächsische Frauenwoche vorgestellt.

Die Sächsische Frauenwoche findet rund um den 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt und bietet thematisch zusammenhängende Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt „Häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen“. Unter dem Motto „Gewalt beginnt nicht mit Schlägen“ möchten die Organisatorinnen ein öffentliches Bewusstsein für die Lebensrealität von Betroffenen von Gewalt schaffen. Jede vierte in Deutschland lebende Frau hat bereits körperliche oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Seit 2012 steigt die Zahl der Betroffenen, bei einer hohen Dunkelziffer (Angaben: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Gewalt gegen Frauen hat viele Formen und betrifft alle sozialen Schichten und Altersklassen. Die weltweit am häufigsten auftretende Form von Gewalt gegen Frauen ist Gewalt durch einen vertrauten Partner. Deshalb liegt auch beim sächsischen Hilfesystem der Fokus auf der Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Wir wissen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Viele Frauen, die Gewalt erleiden, suchen keine Hilfe auf. Darum müssen wir dafür sorgen, dass mehr Betroffene in unserem Hilfesystem ankommen. Wir müssen Gewalt gegen Frauen noch stärker als bisher zum öffentlichen Thema machen. Dies wollen wir unter anderem mit der Frauenwoche erreichen, die wir mit 90.000 Euro über unsere Richtlinie Chancengleichheit fördern. Gewalt gegen Frauen geht alle an und das Schweigen hilft nur dem Täter.“

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