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Integrationsministerin Petra Köpping und Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm  (SMI) informieren über die Evaluation des Landesprogramms

Zum vierten Mal tagt heute der Beirat für das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen – Für Demokratie und Toleranz“ (WOS). Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen unter anderem die geplante Evaluation des Landesprogramms sowie die Übersicht zum Sachstand der Projekte für 2017 und ein Überblick über bisher beantragte Mikroprojekte und Bildungsfahrten.

Integrationsministerin und Vorsitzende des WOS-Beirates Petra Köpping: „Mit der Evaluation des Landesprogramms wollen wir untersuchen, wie unsere eigene Arbeit und die unserer Projekte weiterhin maximale Wirkung bei allen Menschen in Sachsen entfalten können“.

Darüber hinaus werden in der Sitzung des Beirates heute die Bewertungskriterien und Fördervoten des neuen Antragsprüfungsverfahrens vorgestellt und diskutiert. Die Sitzung zur finalen Entscheidung der Förderanträge 2018 findet am 04.12.2017 statt.

Ab 2018 können auch kreisfreie Städte Kommunale Integrationskoordinatoren einsetzen

In den vergangenen Jahren haben die sächsischen Kommunen große Herausforderungen im Bereich der Integration bewältigt. Für die erfolgreiche Integrationsarbeit in den Landkreisen waren dabei die Kommunalen Integrationskoordinator/-innen (KIK) von entscheidender Bedeutung. Sie unterstützen die Städte und Gemeinden der jeweiligen Kreise bei ihren Integrationsaufgaben. Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, fördert die KIKs seit 2015 über den Teil 2 der Richtlinie „Integrative Maßnahmen“. Bei der KIK-Jahreskonferenz hat Integrationsministerin Köpping gemeinsam mit dem KIKs und Erfahrungsträgern aus der Praxis ein erstes Resümee gezogen und über die weitere Ausrichtung der Arbeit gesprochen.

Petra Köpping: „Im Moment werden 88 KIKs sachsenweit in den Landkreisen eingesetzt. Sie leisten dort unentbehrliche Arbeit bei der Integration von geflüchteten Menschen in den Kommunen. Ich freue mich, dass wir ab dem kommenden Jahr die KIKs auch in den kreisfreien Städten einsetzen können. Je 10 Stellen sind für Chemnitz, Dresden und Leipzig vorgesehen.“

Integrationsministerin Petra Köpping: „Wenn wir in Integration investieren, investieren wir auch in die Sicherheit und das Funktionieren unserer Gesellschaft“

Auf der heutigen Kabinettspressekonferenz gab die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, einen Überblick über den Stand der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen und stellte den Kennzahlenbericht Integration Sachsen vor.

„Wenn ich an die Anfänge meines Geschäftsbereichs im November 2014 zurück blicke und sehe, was wir inzwischen im Integrationsbereich umsetzen konnten, weiß ich, dass sich schon Vieles bewegt hat. Eine Erfolgsgeschichte ist beispielsweise das Landessprachprogramm, an dem innerhalb eines Jahres schon über 10.000 Asylsuchende teilnehmen konnten. Was ebenfalls gut funktioniert, sind die Erstorientierungskurse, die wir zunächst als Modellprojekt in ausgewählten Erstaufnahmeeinrichtungen angeboten haben. Nun können wir diese als Regelangebot allen Asylsuchenden in den Einrichtungen zur Verfügung stellen. Damit erhalten sie eine erste kulturelle und sprachliche Orientierung. Von diesen Kursen haben inzwischen bereits 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitiert“, erklärt Integrationsministerin Petra Köpping.

Im März 2016 hatte sich die Sächsische Staatsregierung mit der Verabschiedung eines Maßnahmenpaketes auch auf einen Sieben-Punkte-Plan zur Verbesserung des Integrationsprozesses der Asylsuchenden und Flüchtlinge im Freistaat Sachsen geeinigt. Diese sieben Punkte umfassten u.a. neben Maßnahmen zum Spracherwerb, der sozialen Betreuung, den integrativen Maßnahmen, der Unterstützung durch Kommunale Integrationskoordinatoren auch den Gewaltschutz von geflüchteten Frauen und Mädchen.

Integrationsministerin Petra Köpping: „Handeln, bevor etwas passiert.“

Heute fand in Leipzig das erste Forum der Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention des Freistaates Sachsen (KORA) in Leipzig statt. Etwa 120 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Organisationen, staatlichen Institutionen sowie religiösen Einrichtungen nahmen an der Fachveranstaltung teil.

Neben Impulsreferaten beispielsweise über die Attraktivität des gewaltbereiten Islamismus oder die Chancen bei der Strukturförderung muslimischer Organisationen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Seminaren ihre Kenntnisse unter anderem über Muslime in Sachsen oder die Narrative der Islam- und Muslimfeindlichkeit vertiefen.

In der Ausgabe der WirtschaftsWoche 42 vom 6. Oktober äußert sich der frühere Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Frank-Jürgen Weise zu einem „Spurwechsel“ für Altfälle, d.h. für einen anderen Umgang mit den Asylbewerberinnen und Asylbewerbern, die derzeit in Deutschland nur geduldet sind, aber eine Beschäftigung gefunden haben. Diesen sollte man dauerhaft erlauben, im Land zu bleiben.

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