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Veranstaltungshinweis

Der Historiker Dr. Marcus Böick beschäftigt sich seit rund zehn Jahren mit der „Bad Bank“ der Ostdeutschen: der Treuhandanstalt. Jetzt hat der gebürtige Ascherslebener, der mittlerweile an der Bochumer Ruhruniversität forscht, seine Doktorarbeit beendet. Diese erscheint Anfang Juli unter dem Titel „Die Treuhand von 1990-1994“. Zuvor aber kommt der Wissenschaftler auf Initiative der sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, nach Sachsen, um gemeinsam mit der Ministerin erstmals seine Forschungsergebnisse in Deutschland der Öffentlichkeit vorzustellen. Zwei Veranstaltungen wird es dazu in Sachsen geben, in Grimma und in Hoyerswerda

Gerade für die Menschen in Sachsen sei es enorm wichtig, dass die Arbeit der Treuhand vollständig aufgearbeitet werde, sagt Staatsministerin Petra Köpping: „Sachsen war zu DDR-Zeiten mit den drei Bezirken Chemnitz, Leipzig und Dresden DER Industrie-, Industrieforschungs- und Universitätsstandort. Zusammen mit Ost-Berlin konzentrierte sich hier mehr als die Hälfte des gesamten DDR-Wissenschaftspotentials. Hier standen viele große Kombinate mit mehreren tausend Beschäftigten. Deren Schließung durch die Treuhand machte nicht nur in kürzester Zeit ganze Landstriche arbeitslos, sondern führte auch zum Abbau von 85 Prozent des Personals in der Industrieforschung. Das war eine direkte Folge der Treuhandarbeit, die sich aufgrund der vorhandenen Industriealisierung besonderes in Sachsen auswirkte. Die Kränkung einer ganzen Ingenieurs- und Wissenschaftlergeneration ist bis heute spürbar“, so die Ministerin. 

Die Untersuchung des Historikers Dr. Marcus Böick ist die erste zeithistorische Forschungsarbeit in Deutschland zur Treuhand. Bisher haben sich vor allem Soziologen, Politikwissenschaftler und Ökonomen mit dem Thema auseinandergesetzt. Der Historiker wertete vor allem öffentlich zugängliches Material und Akten aus und führte interessante Interviews unter anderem mit der ehemaligen Treuhandchefin Birgit Breuel, dem einstigen Bundesfinanzminister Theo Waigel und Sachsens früherem Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf. Die Treuhand bestand von 1990 bis 1994. Sie übernahm offiziell 8.500 DDR-Betriebe. Darunter befanden sich große Kombinate, die im Laufe der Zeit in Einzelbetriebe aufgegliedert wurden, so dass die Zahl der von der Treuhand verwalteten Betriebe auf ca. 12.000 stieg.

Termin: Montag, 14. Mai 
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Grimma, Markt 27, Rathaussaal

Termin: Dienstag, 15. Mai  
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Hoyerswerda, Schloss Hoyerswerda, Schlossplatz 1, Renaissance-Saal

Die beiden öffentlichen Veranstaltungen „Die Folgen der Treuhandpolitik. Damals und heute“ werden von der „Friedrich-Ebert-Stiftung“, Landesbüro Sachsen, organisiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
08.05.2018
Termine/Einladungen | Gleichstellung | Veranstaltung | Demokratie | Integration

Integrationsministerin Petra Köpping: „Unbegründete Ängste abbauen“

(Dresden, den 27. April) Vor rund einem Jahr nahm die Koordinierungs-und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) ihre Arbeit auf. Seither sind bei den Landeskoordinatoren der KORA bzw. bei den KORA-Trägern insgesamt 47 Kontaktaufnahmen registriert worden. Daraus resultierend wurden 28 Beratungen durchgeführt.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, erklärt: „Mit dem steigenden Bekanntheitsgrad der KORA bei den entsprechenden Fachkräften steigt auch die Anzahl der Anfragen an die KORA kontinuierlich. Es ist ein großer Erfolg, dass wir bereits nach einem Jahr, einen solchen Anstieg verzeichnen können. Besonders bei den Informations-, Sensibilisierungs- und Fortbildungsveranstaltungen gibt es eine große Nachfrage. Das Thema insgesamt hat in Sachsen eine Relevanz und die Auseinandersetzung mit dem Islam wird immer wichtiger.“

Das Leitziel der KORA besteht darin, islamistische Radikalisierung zu verhindern. Gleichzeitig will sie u.a. bei potentiell Betroffenen dafür sorgen, dass sie sich wieder der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verbunden fühlen. In Kooperation mit dem Violence Prevention Network e. V. und dem AUSSTEIGERPROGRAMM SACHSEN bietet die KORA auf Grundlage eines 5-Säulen-Modells Prävention (Säule 1 und 2) und Intervention (Säule 3 bis 5) im Bereich islamistische Radikalisierung in Sachsen an.

Bisher wurden 38 Informations-, Sensibilisierungs- und Fortbildungsveranstaltungen (Säule 2) durchgeführt. Weitere 35 Workshops sind für das Jahr 2018 geplant. Im Oktober 2017 fand zudem in Leipzig das 1. KORA Forum, eine jährliche Informations- und Vernetzungsveranstaltung der KORA, mit 95 insgesamt Teilnehmern aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Wohlfahrt, Kommunalverwaltung, Sicherheitsbehörden und muslimischen Organisationen statt. Weitere KORA – Foren sind geplant.

Unter der Leitidee „Zuwanderung und Integration gut gestalten – Zusammenhalt leben“ stellt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, heute in Dresden das fortgeschriebene Zuwanderungs- und Integrationskonzept (ZIK II) für den Freistaat Sachsen vor. Das ZIK II knüpft dabei an das Vorgängerkonzept aus dem Jahre 2012 an.

Integrationsministerin Petra Köpping: „Die neuen Herausforderungen, die mit der großen Zahl von geflüchteten Menschen, die 2014 und 2015 zu uns gekommen waren, einhergingen, machten die Weiterentwicklung vorhandenden des Zuwanderungs- und Integrationskonzeptes notwendig. Integration und ein gutes Miteinander gelingen immer dann, wenn Türen geöffnet werden. Das bedeutet, dass wir jedem Menschen mit Migrationshintergrund innerhalb seiner individuellen aufenthaltsrechtlichen Situation weitestgehend gleiche Chancen und Möglichkeiten zur Teilhabe an zentralen gesellschaftlichen Lebensbereichen ermöglichen wollen. Voraussetzung hierfür ist ein diskriminierungsfreies Umfeld und die Herstellung von Chancengleichheit durch eine interkulturelle Öffnung von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft.“

Gleichstellungsministerin Köpping: „Filmkunst ist besonders geeignet, gendersensible Themen lebensnah und eindrücklich zu vermitteln“

Den „Goldenen Reiter“ in der Kategorie „Geschlechtergerechtigkeit im Kurzfilm“ gewinnt der Animationsfilm für Kinder „Neko no Hi – Cat Days“. Der Film thematisiert medizinische Diagnosen, die Trans*-& Inter*-Personen die Möglichkeit zur Selbstdefinition verwehren und somit die Entwicklung der geschlechtlichen Identität hemmt. Die Botschaft des Films lautet: Sei, was immer Du sein möchtest! Neben dem Preis „Goldener Reiter“ wird durch die Jury auch eine „Lobende Erwähnung“ ausgesprochen. Diese erhält der Film „Mrs. McCutcheon“. Hier steht die Tanzfläche eines Schulballs im Mittelpunkt, der sich für einen Abend in ein gesellschaftliches Ideal verwandelt, bei dem jeglicher heteronormative Konformitätszwang aufgehoben scheint. Es gilt das Motto: Sei einfach Du selbst und stolz darauf!

Gleichstellungsministerin Köpping: „Aktionstag ist Türöffner für künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“

Für Mädchen und Jungen gibt es zahlreiche Berufe zu entdecken und auszuprobieren. Damit Jugendliche frei von geschlechterspezifischen Klischees ihre Berufswahl treffen können, gibt es den Girls‘ und den Boys‘ Day. Beide finden in diesem Jahr deutschlandweit am 26. April statt. Handwerksbetriebe und IT-Unternehmen freuen sich auf Mädchen, die mehr über diese Berufe erfahren wollen. Und Jungen sind in Krankenhäusern oder Pflegeheimen an diesem Tag gern gesehene Gäste, um sich über soziale und pflegerische Berufe zu informieren.

„Bei der Berufs- und Studienwahl sollten persönliche Interessen und Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen. Ich wünsche mir, dass Jugendliche hier so frei wie möglich entscheiden können. Um vorab viele Berufszweige und Branchen kennenzulernen, möchte ich alle Schülerinnen und Schüler ermutigen, diesen Aktionstag als Chance zu nutzen, um in unterschiedliche Berufsfelder hinein zu schnuppern. Die Betriebe und Unternehmen freuen sich, dass sie ihre Angebote präsentieren können und möchten gern ihre Türen für zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffnen“, sagt Gleichstellungsministerin Petra Köpping im Vorfeld.

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