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Heute Abend moderierte Petra Köpping im Kleinen Lindensaal in Markkleeberg eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema "Ein neues Schulgesetz für Sachsen - eine bessere Schule von morgen?".

Dabei kam sie mit Sabine Friedel, Sprecherin für Bildungspolitik der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Karsten Schütze, Oberbürgermeister der Stadt Markkleeberg, Sarah Lohse, Vorsitzende des Kreisschülerrates im Landkreis Leipzig und Katrin Fiebiger, Vorsitzende des Kreiselternrates im Landkreis Leipzig sowie über 50 interessierten Bürgerinnen und Bürgern - darunter viele selbst in der Bildung tätig - ins Gespräch.

Thematisiert wurden dabei die Eckpunkte des vorliegenden Entwurfes der Schulgesetznovelle sowie damit verbundene Erwartungshaltungen, Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller bildungspolitischer Herausforderungen - wie Integration und Inklusion, Schulen im ländlichen Raum, Lehr- und Lernmittelfreiheit, Mitwirkungsrechte für Schüler*innen und Eltern oder der Lehrkräftemangel.

Hinter die Kulissen des Landtags schauten die Bornaer Selbsthilfegruppe „Frauen nach Krebs“ am Mittwoch, den 31. August 2016. Nach einer kleinen Führung durch das Landtagsgebäude und dem Besuch der Plenarsitzung empfing Petra Köpping im Sächsischen Landtag die Selbsthilfegruppe zum persönlichen Gespräch. In gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen kam sie mit ihren Gästen u.a. über den Alltag als Staatsministerin und Landtagsabgeordnete, über die Integration von geflüchteten Menschen sowie die Förderung von Demokratie und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ins Gespräch.

Hierzu fragten die Teilnehmer*innen auch nach eigenen Mitwirkungsmöglichkeiten, um zu einer gelingenden Integration geflüchteter Menschen beitragen zu können. Dabei kamen auch Ängste und Unsicherheiten im Umgang miteinander zur Sprache. Deshalb ist ein weiterer Gesprächstermin vor Ort anvisiert worden.

Am Nachmittag des 17. August machte ein breites Bündnis von Vereinen, Politikern, Polizei und Beratungsstellen auf das Thema „Häusliche Gewalt“ aufmerksam, das in der Öffentlichkeit leider weiterhin ein Tabu darstellt. Dabei wurden allein im Landkreis im vergangenen Jahr 512 Fälle von häuslicher Gewalt polizeilich registriert.

Um Opfern wie „Zuschauern“ Mut für das Benennen zu machen, wurden unter Trommelrhythmen der Gruppe „samba&more“ symbolisch hunderte Gefäße mit Wasser gefüllt. Die Gefäße waren dabei so verschieden und bunt wie die einzelnen Schicksale der Frauen, Männer und Kinder, die dahinter stehen. Initiatorin der Aktion war Konstanze Morgenroth, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Leipzig. In einem gemeinsamen Projekt der Interventions- und Koordinierungsstelle Wegweiser e.V., Unu mondo, des Künstlergutes Prösitz und von Bon Courage e.V. hatten geflüchtete Frauen zusammen mit Frauen aus dem Frauenhaus Becher aus Ton gefertigt, die gegen eine Spende erworben werden können. Die Becher sollen später versteigert werden, die Einnahmen kommen gewaltbetroffenen Frauen und Kindern zugute.

Vor Ort waren auch Landrat Henry Graichen, Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger und Petra Köpping, die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Sie unterstützte die Aktion und betonte: „Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verbrechen, das Familien, Partnerschaften und Leben zerstört.“ Es gebe ein breites Bündnis, das sich mit vielfältigen Angeboten um die Opfer von häuslicher Gewalt bemühe. Auf die gut funktionierende Vernetzung staatlicher Institutionen und nichtstaatlicher Akteure könne man in Sachsen und besonders im Landkreis stolz sein.

Mit zusätzlichen finanziellen Mitteln stärke der Freistaat zudem die Gleichstellungsarbeit in den Städten und Kommunen, fördere die Chancengleichheit von Männern und Frauen sowie die Bekämpfung von häuslicher Gewalt und sexueller Ausbeutung. Die finanziellen Mittel dafür würden von rund 2.4 Millionen Euro in diesem Jahr auf je rund 5,1 Millionen Euro für die Jahre 2017 und 2018 steigen. Auch die Jahrespauschale für einen Platz im Frauenhaus ist erhöht worden. Bedingung dafür ist zusätzlicher Bedarf durch die Betreuung geflüchteter Frauen sowie für Kinder und Jugendliche. Die Bekämpfung von häuslicher Gewalt könne nur als gemeinsame Aufgabe Erfolg haben. In diesem Sinne füllten sich die Gefäße beim gemeinsamen Schöpfen von „Wasser wie Mut“.

Vor der parlamentarischen Sommerpause hat die sächsische Landesregierung die Novellierung der Förderrichtlinie „Integrative Maßnahmen“ beschlossen. „Die bestehende Förderrichtlinie ist nicht nur finanziell deutlich erweitert worden, sondern hinzugekommen sind u.a. auch zwei neue Fördermaßnahmen – die Sprach- und Integrationsmittlerdienste sowie die „Kommunalen Integrationskoordinatoren“. Dadurch kann der Landkreis Leipzig auf zwei zusätzlichen Wegen im Bereich der Integration von geflüchteten Menschen unterstützt werden“, so Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration und Mitglied der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag.

„Mit dieser Förderrichtlinie wird nun auch der Aufbau und die Arbeit einer Servicestelle für einen regionalen Sprach-und Integrationsmittlerdienst unterstützt. Es ist einfach wichtig, dass die Menschen auf Behörden und Ämtern kommunizieren können. Die „Kommunalen Integrationskoordinatoren“ wiederum sollen die kreisangehörigen Städte und Gemeinden bei der Integration vor Ort beraten. So können sie z.B. als Anlaufstelle für alltägliche Anliegen oder die Sammlung und Bündelung von Integrationsangeboten genutzt werden“, so Köpping weiter.

„Der Landkreis Leipzig kann hier also eine neue Förderung in Anspruch nehmen, die sich nahtlos einreiht in viele weitere neue Programme und Förderrichtlinien in allen möglichen Politikbereichen, durch die der Freistaat Sachsen die kommunale Ebene nach Kräften unterstützt“, so Köpping abschließend.

Hintergrund:
Vom Landkreis Leipzig können bis zu zehn Stellen solcher „Kommunaler Integrationskoordinatoren“ beantragt werden. Insgesamt stehen 100 Stellen für die zehn Landkreise im Freistaat bereit.
Darüber hinaus ist die Koordinationskraft Integration zur Stärkung der Arbeit lokaler und regionaler Netzwerke oder für Koordinierungsaufgaben im Bereich Integration auch weiterhin Bestandteil der Förderrichtlinie "Integrative Maßnahmen". Hier kann jeder Landkreise und jede kreisfreie Stadt eine solche Koordinationskraft beantragen.

Weitere Informationen zu dieser und zu weiteren Förderrichtlinien aus dem Geschäftsbereich der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration finden sich unter:
http://www.sms.sachsen.de/28525.html

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Markkleeberg, den 15. August 2016
Pressemitteilung
Thema: Integration

Unter dem Motto „Gemeinsam. Klug. Handeln.“ wird in diesem Jahr der Sächsische Integrationspreis verliehen. „Ich würde mich sehr freuen, wenn sich die vielen Initiativen aus dem Landkreis Leipzig für den Preis bewerben oder vorgeschlagen werden. Unter www.saechsischer-integrationspreis.de können Bewerbungen und Vorschläge bis zum 30. September 2016 eingereicht werden“, sagt Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration und Mitglied der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag.

„Gern nehmen auch die Mitarbeiter in meinen beiden Bürgerbüros - Sebastian Bothe in Markkleeberg und Beate Bahnert in Grimma - die Vorschläge telefonisch (0341 - 59402999 für Markkleeberg und 03437 - 9783540 für Grimma) oder per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) auf“, so Köpping abschließend.

Hintergrund
Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping und der Sächsische Ausländerbeauftragte, Geert Mackenroth, verleihen den 7. Sächsischen Integrationspreis an drei Projekte und Initiativen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten eingesetzt haben. Diese werden mit einem Preisgeld zu je 2.000 Euro im Rahmen einer Festveranstaltung im Sächsischen Landtag am 2. Dezember 2016 ausgezeichnet.

Eine Jury ermittelt die drei Preisträger. Außerdem werden alle Projekte und Initiativen, die die Teilnahmebedingungen erfüllen, in einer Broschüre dokumentiert und veröffentlicht. Jeder kann seine Vorschläge einreichen.

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Markkleeberg, den 11. August 2016
Pressemitteilung
Thema: Integration

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