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Am Freitag, den 11. November 2016, besuchte Petra Köpping das Kinder- und Jugenddorf des Caritas-Verband Leipzig e.V. in Markkleeberg. Dabei informierte sie sich über die bisherige und weitere Entwicklung der Einrichtung, die aktuell 28 Kinder und Jugendliche in vier Gruppen und vier Häusern betreut.

Im Mittelpunkt der Gespräche mit Leiterin Frau Gabriele Fleck-Hartmuth stand die Betreuung von fünf Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren, die als sogenannte unbegleitete minderjährige Ausländer (umA) im Kinder- und Jugenddorf wohnen. Aus den Gesprächen ging hervor, dass die Mädchen bei ihrer Ankunft in Markkleeberg gesundheitlich angeschlagen waren und zum Teil psychosomatische Symptome aufwiesen. Eine Folge ihrer langen Flucht und teilweise ihrer Begleitumstände.
In der Einrichtung selbst gibt es allerdings keine Probleme: weder von den Mädchen selbst, noch von der Nachbarschaft. Die fünf Mädchen besuchen DaZ-Klassen an der Oberschule in Markkleeberg bzw. am Beruflichen Schulzentrum in Böhlen. Alle eint das Ziel, sich beruflich entwickeln wollen. Ein Mädchen führt bereits ein berufsvorbereitendes Jahr durch.

Trotz dieser positiven Nachrichten und der wirklich führsorglichen Betreuung im Kinder- und Jugenddorf gibt es auch bestehende strukturelle Probleme. So finden die Träger bspw. nur sehr schwer neues, qualifiziertes Personal, da der Markt leer gefegt ist und es sich hier obendrein um eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit mit Schichtdiensten handelt. Zudem besteht der Wunsch, dass die Hilfen vor und nach dem Erreichen der Volljährigkeit noch besser ineinandergreifen sollten.

Heute besuchte Petra Köpping die "kleine Farm" auf dem Kinder- und Jugendtreff "outback" in Markranstädt. Es handelt sich um ein Projekt des Vereins Richtungswechsel e.V., das Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich zu entfalten, mitzuwirken, Benachteiligungen abzubauen, Gleichberechtigung zu erfahren und sich in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei wird der Ansatz einer gelebten Integration verfolgt, wie Andreas Lüer, hauptamtlicher Vorstand des Vereins und Irina Tunsch, Leiterin der AWO Kita "Waldknuffel" (neben der AWO Kita "Weißbachzwerge" eine der beiden Kooperations-Kitas des Projektes) betonten.

Neben der Entwicklung der Lebensbewältigungskompetenzen der Kinder und Jugendlichen, steht v.a. die Förderung ihrer Naturverbundenheit sowie ihrer gesellschaftlichen Integration im Mittelpunkt. Zudem sollen benachteiligte junge Menschen dabei unterstützt werden, ihre Chancen in den Berufseinstieg zu verbessern.

Petra Köppings Fazit: "Ich finde das Engagement hier richtig toll, weil sinnvolle und nachhaltige Maßnahmen gemeinschaftlich durchgeführt werden. Es ist für unsere Gesellschaft so wichtig, dass es solche Maßnahmen gibt, die den Zusammenhalt der Menschen befördern und stärken."

 

Seit diesem Schuljahr 2016/2017 gibt es an der Deutzener Grundschule zum ersten Mal jahrgangsübergreifenden Unterricht, wodurch die Einschulung von Erstklässlern sichergestellt werden konnte. Für Petra Köpping, Sächsische Ministerin für Gleichstellung und Integration sowie Mitglied des Sächsischen Landtages, könnte das Modell Signalwirkung haben:

„Dank der intensiven Gespräche zwischen Kultusministerium, Sächsischer Bildungsagentur und der Schule selbst sowie des Einsatzes der SPD-Landtagsfraktion im Sinne der Schule konnte die Einschulung realisiert werden. Mehrfach wandten sich Deutzener Bürgerinnen und Bürger Hilfe suchend an mich, sodass mein Mitarbeiter Sebastian Bothe für mein Bürgerbüro in Markkleeberg einen Vor-Ort-Termin durchführte. Gleiches gilt für meine Kollegin Sabine Friedel, die sich als bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion vor Ort ein Bild machte. Wir alle sind sehr froh über das erreichte Ergebnis. Zudem wird mit dem jahrgangsübergreifenden Unterricht nun ein Modell praktiziert, dass künftig auch in anderen Grundschulen des Landkreises Leipzig Anwendung finden könnte, um Schulstandorte zu erhalten. Denn weitere Schulschließungen darf es aus meiner Sicht auch in den nächsten Jahren nicht geben. In manchen Regionen, v.a. im so genannten Speckgürtel Leipzigs, aber auch in Städten und Gemeinden mit einer vergleichsweise hohen Zahl an Flüchtlingskindern, sollte zudem eher über den Neubau von Schulen nachgedacht werden“, erklärt Köpping.

Am Samstag und Sonntag, 22. und 23. Oktober 2016, fand auf der Messe Chemnitz, der diesjährigen ordentliche Landesparteitag der SPD Sachsen statt. Im Mittelpunkt stand die Wahl des neuen Landesvorstandes. Dabei wurde Martin Dulig mit 84,7 % als Vorsitzender wiedergewählt. Zu seinen Stellvertreter*innen sind Dr. Eva-Maria Stange (84,9 %) und Karsten Schütze (89,4 %) gewählt worden. In ihrem Amt als Generalsekretärin wurde Daniela Kolbe (77,3 %) bestätigt. Petra Köpping gratuliert diesen vier sowie allen weiteren Gewählten ganz herzlich und wünscht ihnen eine erfolgreiche Arbeit.

Sie selbst stellte sich nach zehnjähriger Amtszeit als stellvertretende Vorsitzende nicht wieder zur Wahl. Zur Verabschiedung erhielt sie zwei rote Boxhandschuhe als kleines Dankeschön für ihren kämpferischen Einsatz für mehr Demokratie, Gerechtigkeit, Solidarität und Miteinander in unserer Gesellschaft.

Neben den Wahlgängen fand die Beratung zu zahlreichen Anträgen statt, zum Beispiel zu dem Leitantrag „Starke demokratische Bürgergesellschaft und ein handlungsfähiger Staat in Sachsen“. Die Debatten trugen dabei einen sehr angenehmen und konstruktiven Charakter.

Heute führte Petra Köpping einen Perspektivwechsel in einer DaZ-Klasse an der Grundschule in Markkleeberg-Mitte durch.

Das Thema der heutigen Stunde lautete "Freundschaft". Die DaZ-Schüler*innen bekamen differenzierte Aufgaben, die sich an den jeweiligen Lernentwicklungsstand orientierten. So lernte eine gerade das Alphabet, zwei andere bereits ganze Sätze. Zwei weitere Schüler*innen sind in der Erlernung der deutschen Sprache bereits fortgeschrittener und bekamen Lückentextaufgaben. Spielerische Elemente rundeten das Lernen ab.

Dabei schaute Petra Köpping der DaZ-Lehrerin Ausra Gudziunaite nicht nur über die Schulter, sondern unterstützte sie mit Freude aktiv beim Unterrichten.

Ziel des Perspektivwechsels war es, durch Beobachtung, Gespräche und praktisches Handeln die Anforderungen des DaZ-Unterrichts sowohl an die Lehrkraft, als auch an die Schüler*innen zu erfahren.

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