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Der Runde Tisch Migration im Landkreis Leipzig lud am 07. Februar 2017 Petra Köpping zu seiner Ausstellung und Kundgebung auf dem Bornaer Markt zum Thema „Alltag und Rassismus im Landkreis Leipzig“ ein. Die Ausstellung umfasste eine vom Verein chronik.LE erstellte Dokumentation über Vorfälle politisch-rechts-orientierter Straftaten der letzten beiden Jahre. In Bild und Wort wurden so unter anderem das Einwerfen von Fensterscheiben einer Wohnung für geflüchtete Menschen in Wurzen, ein Buttersäure-Anschlag auf das Bornaer Büro des in der Flüchtlingshilfe aktiven Vereins Bon Courage e.V. sowie diverse rassistische Schmierereien und Plakataktionen im Landkreis ausgestellt. 

Petra Köpping führte aus, dass es in Sachsen leider immer noch sechs rassistisch-motivierte Straftaten pro Tag gibt. Dabei betonte sie, dass Gewalt - egal von wem sie verübt wird - abzulehnen ist. Wichtig sei zudem, Gewalttaten vorzubeugen, bspw., indem man mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommt und sich ihre Ängste, Sorgen und Probleme anhört. Allerdings müsse bei Rassismus und Fremdenfeindlichkeit die Toleranz aufhören.

Auch die besondere Rolle der Kommunalen Integrationskoordinatoren im Landkreis Leipzig sprach Köpping an. Diese erfüllen unter anderem eine wichtige Vernetzungsaufgabe zwischen der Landkreisverwaltung, den kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie wichtige Institutionen wie Polizei, Krankenhäuser oder Agentur für Arbeit.

Abschließend bedankte sich Petra Köpping sowohl für die Einladung, als auch für das gesetzte Thema dieser Veranstaltung. Im Zuge dessen galt der besondere Dank Sandra Münch von Bon Courage e.V. und Lena Nowak, Mitarbeiterin der Opferberatung RAA Sachsen e.V., die stellvertretend für die 40.000 Ehrenamtliche stehen, die sich in Sachsen für geflüchtete Menschen engagieren.

Anlässlich des heutigen Gedenktages gedachten wir am VdN-Denkmal auf dem Friedhof Markranstädt an die Opfer des Nationalsozialismus.

Pfarrer Michael Zemmrich von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Markranstädter Land betonte in seiner eindrucksvollen Rede die Bedeutung dieses historischen Tages. Nie wieder darf es dazu kommen, dass sich die Geschichte des menschenverachtenden, rassistischen und antisemitischen Nationalsozialismus wiederholt. Es liegt an uns, dass wir auch weiterhin in einer demokratischen, freien, toleranten und weltoffenen Gesellschaft leben, die durch Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe geprägt ist und nicht etwa durch Ausgrenzung, Hass und Gewalt.

Am 26. Januar 2017 hatte ich wieder Wahlkreistag. Vormittags war ich Gast bei einer Schulveranstaltung der Frederic Joliot Curie Oberschule in Pegau. Gemeinsam mit Frau Gollan, Schulleiterin, Herr Schulz, Pressesprecher der Sächsischen Bildungsagentur Regionalstelle Leipzig (SBAL), Frau Kolb, Referentin für Oberschulen der SBAL, Herr Voigt, Amtsleiter für Finanzen und Soziales der Stadt Pegau, Frau Müller, Beratungslehrerin, Herr Rabe, Lehrer sowie Frau Hendrich, Schulsozialarbeiterin stellte ich mich den zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen. Thematisiert worden sind dabei insbesondere die Themen "Integration von Asylsuchenden", "Demokratieförderung" und "Das sächsische Schulsystem". Die Runde war sich darin einig, dass wir noch mehr Engagement in Gesellschaft, aber auch in Schule benötigen, um Integration zu befördern, um unsere Demokratie zu stärken oder um Verbesserungen im Schulsystem zu erreichen.

Anschließend traf ich mich mit den Arbeitsmarktmentoren im Landkreis Leipzig, die am 1. November 2016 ihre Arbeit im Arbeitsmarkt-Projekt "REACT." des Caritasverbandes Leipzig e.V. aufgenommen haben. Ziel ist zum einen, geflüchtete Menschen zu begleiten und eine nachhaltige Integration in qualifizierter Beschäftigung, Berufsausbildung oder abschlussqualifizierender Weiterbildung zu erreichen. Zum anderen soll es interessierte Unternehmen dabei unterstützten, geflüchtete Menschen einzustellen und sie in den Arbeitsablauf einzuarbeiten. Neben der Projektkoordinatorin Lena Thierbar nahmen noch Herr Renft vom Kommunalen Jobcenter sowie Gertje Edelmann (Arbeitsmarktmentorin Wurzen) und Alessandra Malli (Arbeitsmarktmentorin Böhlen) an dem Gespräch teil.

Am (späten) Nachmittag führte ich schließlich in meinem Bürgerbüro in Markkleeberg im Rahmen meiner Bürgersprechstunde noch zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern zu vielfältigen politischen Themen. Dabei lernte ich wieder zahlreiches, ehrenamtliches Engagement kennen und versuchte dort zu helfen, wo es Probleme oder Verbesserungsbedarf gibt.

Am 27. Januar 1945 wurde das NS-Vernichtungslager in Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee befreit. Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog wurde 1996 ein bundesweiter Gedenktag gesetzlich verankert, der an die Opfer des Nationalsozialismus und an das Schicksal von Millionen Menschen erinnert.

Herzog führte in seiner Proklamation dazu wie folgt aus:

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

 

Vielerorts im Landkreis Leipzig finden am 27. Januar 2017 Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen statt. So zum Beispiel:

- in Borna, 16:00 Uhr auf dem Ehrenhain, Lobstädter Straße (Gedenkveranstaltung)

- in Flößberg, 9:00 Uhr auf dem Häftlingsfriedhof im Großen Fürstenholz (Gedenkstunde)

- in Markkleeberg, 15:00 Uhr an den Gedenksteinen des ehemaligen Frauenaußenlagers des KZ-Buchenwald im Equipagenweg (Kranzniederlegung)

- in Markranstädt, 9:00 Uhr am VdN-Denkmal auf dem Friedhof Markranstädt (Kranzniederlegung)

- in Dresden, 10:00 Uhr im Plenarsaal des Sächsischen Landtages (gemeinsame Gedenkveranstaltung der Sächsischen Staatsregierung und des Sächsischen Landtages)

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

niemals darf vergessen werden, welches Leid die Nationalsozialisten über die Menschheit brachten. Unser gemeinsames Gedenken und Innehalten an diesem Tag ist deshalb besonders wichtig. Bitte unterstützen sie die aufgeführten oder ähnliche Veranstaltungen. Zeigen Sie, dass im gesamten Landkreis Leipzig Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe, Respekt, Toleranz und Weltoffenheit gelebt wird und dass menschenverachtende Parolen, Hass und Gewalt bei uns keinen Platz haben!

Ihre Landtagsabgeordneten

Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU), Hannelore Dietzschold (CDU), Oliver Fritzsche (CDU), Svend-Gunnar Kirmes (CDU), Petra Köpping (SPD), Kerstin Köditz (Die Linke), Enrico Stange (Die Linke), Dr. Gerd Lippold (Bündnis 90/Die Grünen).

Am Samstag, dem 21. Januar 2017, war ich vormittags zu Gast im Traktorenmuseum des Vereins "Mühlen und Technik Wyhra e.V." anlässlich des Neujahresempfanges der Großen Kreisstadt Borna.

Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke blickte in ihrer Neujahrsansprache zum einen auf die vergangenen zwölf Monate zurück, wagte zugleich aber einen kleinen Ausblick auf die Entscheidungen, die in diesem Jahr anstehen.
Sie hob die steigenden Einwohner- und Geburtenzahlen, zunehmende Gewerbesteuereinnahmen, einen angestrebten ausgeglichenen Doppelhaushalt 2017/2018 sowie das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger hervor. Im Zuge dessen wurde der diesjährige Bornaer Ehrenamtspreis verliehen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich!

Als ehemalige Landrätin des Leipziger Landes kenne ich Borna gut. Deshalb freue ich mich sehr über die positive Entwicklung dieser Stadt!

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