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Die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) unter der Vorsitzenden Simone Lang möchte die beste Pflegerin / den besten Pfleger mit einem Preis ehren. Diese werden stellvertretend für viele andere, die hauptamtlich in Pflegeberufen arbeiten, auf einem Empfang am 28. Oktober 2017 in Dresden ausgezeichnet.

Dazu meint Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration sowie Mitglied des Sächsischen Landtages:

Besuch in der Willkommensgruppe Colditz am 23. August 2017

Am 23. August besuchte ich die Willkommensgruppe Colditz und konnte herzliche Grüße der Staatsregierung überbringen. Mit den Ehrenamtlichen um DRK-Koordinatorin Linda Becker, die von Anfang an Migranten in Colditz betreuen, waren viele der 116 zur Zeit in der Muldenstadt lebenden Migrantinnen und Migranten mit ihren Kindern und auch Bürgermeister Matthias Schmiedel gekommen. Es war ein entspanntes und gleichzeitig familiär-turbulentes Treffen, bei dem sich mehrere Dolmetscher Gehör verschafften, denn vertreten waren Menschen aus Afghanistan, Eritrea, dem Irak, dem Iran, Pakistan,  Syrien, und Tschetschenien. Die Gäste betonten, dass sie sich in Colditz wohlfühlen. Mushtaba aus Afghanistan beispielweise berichtete frei in sehr gutem Deutsch (nach nur sechs Monaten Aufenthalt!) davon. Alle wünschen sich mehr unkomplizierte Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung. Im sportbegeisterten Colditz ist der Fußball eine tolle Möglichkeit für die jungen Männer, doch auch er könnte noch „gemischter“ sein. Vor allem den Müttern habe ich ans Herz gelegt, sich in Kindergarten und Schule zu beteiligen. Über Ehrenamt und Vereine gelingt Integration am schnellsten. Lächeln ist immer  das beste Rezept für ein beginnendes Miteinander. Dennoch brauchen alle Seiten viel Geduld. Trotz langwieriger Verfahren mit teils ungewissem Ausgang ist das Lernen der deutschen Sprache das Wichtigste, und durch anfängliche Schwierigkeiten nicht ermutigen lassen.  Darauf kann ich nicht oft genug hinweisen. Nur so lernen beide Seiten, was die jeweils andere wirklich will. Ausflüge wie Picknicks oder gemeinsame Besuche von Sehenswürdigkeiten der Region tragen ebenso dazu bei, einander besser kennenzulernen, wie das für nächstes Jahr geplante „Begegnungscafé“. Dorthin komme ich gern wieder.

Am Donnerstag, dem 24. August 2017, erhielt ich in meinem Markkleeberger Bürgerbüro von Michael Peukert - Organisator der Projektes „Mittendrin in Markkleeberg“ des Wohnverbundes „Katharina von Bora“ der Diakonie Leipzig - eine der ersten Broschüren zur Arbeit des Sächsischen Landtages in Leichter Sprache. Seit 2014 habe ich das Projekt aktiv unterstützt - so gab ich bspw. die Anregung zur Realisierung dieser Broschüre direkt an Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler weiter.

Umso mehr freut es mich, dass vor Kurzem den Projektteilnehmer*innen von ihm persönlich die ersten Exemplare der Broschüre „Der sächsische Land-Tag, Wer entscheidet was“ ausgehändigt worden sind. Mit dieser Broschüre können sich nun Bürgerinnen und Bürger über die Arbeit und Funktionsweise des Sächsischen Landtages in Leichter Sprache informieren. Diese liegen ab sofort auch in meinen Bürgerbüros zum Mitnehmen aus. Zudem ist mein das Markkleeberger Bürgerbüro auch nach außen hin als Unterstützer des Projektes durch den Aufkleber „Wir sind Unterstützer“ erkennbar, der mir ebenfalls von Herrn Peukert übergeben worden ist. Durch diesen Aufkleber sollen Menschen, die auf Leichte Sprache angewiesen sind, darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Mitarbeiter*innen des Bürgerbüros sich auf Menschen einstellen können, die Leichte Sprache benötigen. Und es soll sie ermutigen, mit den Abgeordneten ins Gespräch zu kommen.

Mein herzlicher Dank gilt allen, die an der Umsetzung des Projektes mitgewirkt haben und insbesondere Herrn Michael Peukert. Sein Engagement ist ein richtig gutes Beispiel dafür, wie es sich lohnen kann, wenn man sich für eine Sache einsetzt.

Am Abend des 2. August 2017 besuchte ich gemeinsam mit Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Albrecht Pallas, Mitglied des Sächsischen Landtages sowie der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Markus Bergforth, Vorsitzender des SPD Kreisverbandes Leipzig, das Technische Hilfswerk (THW) in Grimma.

Dort kamen wir u.a. mit THW-Präsident Albrecht Broemme, Olav Praetsch vom THW-Ortsverband Grimma, Dr. Adolf Schweer von Mitnetz Strom/Gas, Dr. Frank Otto von ENSO/Drewag Netz und Uwe Ringel von ONTRAS über die aktuellen Herausforderungen des THW sowie über Schwerpunktthemen wie bspw. das Sächsisches Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (Sächs. BRKG) ins Gespräch.

Bei einem Rundgang vor Ort durfte ich mich zudem über die sehr gute technische Ausstattung des THW, insbesondere aber über die hervorragende Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter überzeugen. Diesen gilt deshalb mein herzlicher Dank.

+++  Gegen „Reichsbürger und Selbstverwalter“ hart durchgreifen +++

„Polizei, Justiz, Politik und Gesellschaft haben ‚Reichsbürger‘ lange nicht ernst genommen. Auch, weil Themen wie Rechtsextremismus oder das Misstrauen in die Politik allzu lange unter den Teppich gekehrt worden sind“, so Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration sowie Mitglied des Sächsischen Landtages zu dem am Dienstag vorgelegten Lagebild „Reichsbürger und Selbstverwalter“ in Sachsen.  Nach diesem lebten im Freistaat Sachsen mit Stand vom 30. Juni 2017 insgesamt 718 Personen, die der „Reichsbürger“-Szene zuzurechnen sind, darunter 38 Personen im Landkreis Leipzig.

„Es mag durchaus sein, dass viele dieser ‚Reichsbürger und Selbstverwalter‘ aufgrund von persönlichen Abstürzen, gefühlten und wirklichen Ungerechtigkeiten in diese Szene abgedriftet sind. Hier bin ich selbstverständlich dafür, zu helfen. Doch die Rücksichtnahme ist dann vorbei, wenn sie aktiv gegen den Staat vorgehen, Verwaltungen lahm legen und Zeit beanspruchen, in der sich die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter eigentlich um die Anliegen der ‚normalen‘ Bürgerinnen und Bürger kümmern sollten. Und natürlich, wenn sie andere bedrohen oder ehrenamtlich engagierte Bürger und Politiker sowie deren Familien terrorisieren.“  

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