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Besuch in der Willkommensgruppe Colditz am 23. August 2017

Am 23. August besuchte ich die Willkommensgruppe Colditz und konnte herzliche Grüße der Staatsregierung überbringen. Mit den Ehrenamtlichen um DRK-Koordinatorin Linda Becker, die von Anfang an Migranten in Colditz betreuen, waren viele der 116 zur Zeit in der Muldenstadt lebenden Migrantinnen und Migranten mit ihren Kindern und auch Bürgermeister Matthias Schmiedel gekommen. Es war ein entspanntes und gleichzeitig familiär-turbulentes Treffen, bei dem sich mehrere Dolmetscher Gehör verschafften, denn vertreten waren Menschen aus Afghanistan, Eritrea, dem Irak, dem Iran, Pakistan,  Syrien, und Tschetschenien. Die Gäste betonten, dass sie sich in Colditz wohlfühlen. Mushtaba aus Afghanistan beispielweise berichtete frei in sehr gutem Deutsch (nach nur sechs Monaten Aufenthalt!) davon. Alle wünschen sich mehr unkomplizierte Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung. Im sportbegeisterten Colditz ist der Fußball eine tolle Möglichkeit für die jungen Männer, doch auch er könnte noch „gemischter“ sein. Vor allem den Müttern habe ich ans Herz gelegt, sich in Kindergarten und Schule zu beteiligen. Über Ehrenamt und Vereine gelingt Integration am schnellsten. Lächeln ist immer  das beste Rezept für ein beginnendes Miteinander. Dennoch brauchen alle Seiten viel Geduld. Trotz langwieriger Verfahren mit teils ungewissem Ausgang ist das Lernen der deutschen Sprache das Wichtigste, und durch anfängliche Schwierigkeiten nicht ermutigen lassen.  Darauf kann ich nicht oft genug hinweisen. Nur so lernen beide Seiten, was die jeweils andere wirklich will. Ausflüge wie Picknicks oder gemeinsame Besuche von Sehenswürdigkeiten der Region tragen ebenso dazu bei, einander besser kennenzulernen, wie das für nächstes Jahr geplante „Begegnungscafé“. Dorthin komme ich gern wieder.

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