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Integrationsministerin Petra Köpping: „Interesse der Vereine und Träger am WOS-Landesprogramm ist unvermindert hoch“

Zum sechsten Mal tagte heute der Beirat des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen – Für Demokratie und Toleranz“ (WOS). Auf der Tagesordnung der Sitzung stand unter anderem die finale Entscheidung über förderungswürdige Projekte, die ab 1.Mai 2018 beginnen sollen. Darüber hinaus hat der Beirat in dieser Sitzung auch das Programm der Staatsregierung „W-wie Werte“- zur politischen und demokratischen Bildung an Schulen diskutiert.

Insgesamt wurde heute über 33 Projektanträge beraten. Davon konnten 13 Projekte zur Förderung vorgeschlagen werden. Eine halbe Million Euro kann über das Landesprogramm in dieser zweiten Antragsfrist zur Verfügung gestellt werden.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, erklärt: „Das Interesse der Vereine und Träger am WOS-Landesprogramm ist unvermindert hoch. Dies gilt auch für die Bandbreite der Projektideen. Die Diskussion im Beirat ist daher mitunter sehr intensiv, weil wir natürlich möchten, dass möglichst viele der tollen und kreativen Vorhaben in Stadt und Land auch umgesetzt werden. Es ist daher gut, dass wir die Diskussion um die Förderung im Beirat gemeinschaftlich führen.“

Staatsministerin Petra Köpping: „Gemeinsam ein positives und vielfältiges Bild von Heimat gestalten“

Vom 20. bis 22. April veranstaltet das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal das Ostritzer Friedensfest unter dem Motto „Zeichen setzen – Hinsehen – Handeln“ auf dem Marktplatz in Ostritz. Die Veranstalter möchten damit ein Zeichen für das Engagement der bürgerlichen Mitte für Weltoffenheit, Toleranz und Frieden sowie gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Extremismus setzen. Viele Vereine und Institutionen wie die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, der KinderUmweltBus der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, der Jugendring Oberlausitz e.V. oder der Förderkreis Synagoge Görlitz unterstützen das Friedensfest mit einem Stand auf dem Marktplatz.

Auch das Demokratie-Zentrum Sachsen, dass im Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, angesiedelt ist, wird am Sonnabend, dem 21. April, vor Ort sein und über Möglichkeiten der Demokratiearbeit in Sachsen informieren.

Köpping: „Große Chance auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben“

Unter den geflüchteten Menschen, die nach Sachsen gekommen sind, befinden sich viele junge Menschen ohne ausreichende schulische Bildung und einen entsprechenden Schulabschluss. Um einen Zugang zum Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt zu erhalten und ihre Integration zu ermöglichen, ist das Nachholen von Bildung unerlässlich. Bisher gibt es für Geflüchtete über 18 Jahre dafür nur wenige Möglichkeiten. Die momentan zur Verfügung stehenden Instrumente der Bundesagentur für Arbeit setzen einen schulischen Kenntnisstand voraus, der mit einer Bildungslaufbahn von mindestens acht Jahren im deutschen Schulsystem vergleichbar ist. Diesen Anspruch erfüllen viele der Geflüchteten nicht. Der Bund sieht aber derzeit keine Möglichkeit, die Finanzierung der Lücke zwischen schulischer Vorbildung mit Abschluss und der Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung zu tragen.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Daher startet der Freistaat Sachsen eine Maßnahme zur besseren beruflichen Vorbereitung von Flüchtlingen über 18 Jahren, die nicht mehr schulpflichtig sind. Damit ebnen wir den Weg für junge Menschen in eine Ausbildung beziehungsweise in den Arbeitsmarkt. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für eine gelingende Integration.“

Eine erste Bedarfsabgabe hat ergeben, dass zunächst 800 Personen, die bei der Bundesagentur für Arbeit bzw. beim Jobcenter gemeldet sind, als Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maßnahme in Frage kämen. Durch weitere Bedarfsabfragen der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter wird ermittelt, ob zwei weitere Durchgänge mit Beginn März und September 2019 erforderlich sind.

Integrationsministerin Petra Köpping: „Flächendeckende Versorgung mit wichtigen Sprachangeboten in Sachsen sichergestellt“

(Dresden, den 12. April) Im Rahmen der Bundesfachtagung des Netzwerks für Sprach-und Integrationsmittlung (SprInt) in Berlin nimmt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, an einem moderierten Workshop zur Versorgung der Fläche mit Sprachangeboten teil. Die Integrationsministerin stellt die Entwicklung der Sprachmittlung in Sachsen als Best-Practice-Beispiel vor.

Integrationsministerin Petra Köpping: „Der Aufbau von zahlreichen Standorten der Sprach- und Integrationsmittlung im Land Sachsen hat einen Vorbildcharakter für eine flächendeckende Versorgung mit diesen wichtigen Angeboten. Pro Kommune haben wir etwa 77.000 Euro, pro Jahr also insgesamt eine Million Euro in die Struktur der Servicestellen SprInt investiert. Die Migrantinnen und Migranten profitieren davon auf zwei Arten. Zunächst wird natürlich die Verständigung erleichtert und qualifiziertes Dolmetschen erspart auch hohe Folgekosten. Andererseits bieten die SprInt-Servicestellen Qualifizierungen für Migrantinnen und Migranten an und ermöglichen diesen damit den Zugang zum Arbeitsmarkt.“

Veranstaltungshinweis

Endlich über den gewaltigen Umbruch nach der Wende öffentlich reden zu dürfen, schon das tut vielen Menschen in Ostdeutschland gut. Denn einerseits war die Wiedervereinigung ein Glücksfall der deutschen Geschichte mit vielen richtigen Entscheidungen. Andererseits wurden aber auch Fehler gemacht, die bis heute nachwirken. Darüber soll gesprochen werden bei einer öffentlichen Diskussionsrunde mit Bürgern zu der auch die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, eingeladen ist.

„Mir ist es wichtig, dass die Menschen im Osten mit ihren Erfahrungen aus der Nachwende-Zeit ernst genommen werden“, sagt Staatsministerin Petra Köpping. „Mit den vielen Veranstaltungen, die die Ostdeutschen zu bestehenden Nachwende-Ungerechtigkeiten in den vergangenen Monaten organisiert haben, konnte zum einen Öffentlichkeit hergestellt und Interesse unter Westdeutschen geweckt werden. Zum anderen haben die Ostdeutschen aber auch einen ersten politischen Erfolg erzielt. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung gibt es seitdem einen Härtfallfonds, den ich eher Gerechtigkeitsfonds nennen möchte. Mit diesem Fonds könnten Rentenungerechtigkeiten, wie im Fall der 17 betroffenen Gruppen, entschädigt werden. Für die Umsetzung dieses Fonds müssen die Ostdeutschen jetzt kämpfen“, fordert Staatsministerin Petra Köpping.

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