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Integrationsministerin Petra Köpping: „Nachlassen in der Integrationspolitik gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt“

(Dresden, 10.04.2019) Im Rahmen der am 11. und 12. April in Berlin stattfindenden Integrationsministerkonferenz unter dem Motto „Ankommen. Teilhaben. Bleiben. – Integration gemeinsam gestalten“ unterstützt der Freistaat Sachsen eine Vielzahl von Forderungen, die die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund weiter verbessern sollen.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, erklärt im Vorfeld der Konferenz: „Integration ist kein Sprint, sondern ein Marathon, den wir nur gemeinsam erfolgreich absolvieren können. Auch wenn im Moment nicht mehr so viele Geflüchtete nach Deutschland kommen, ist die Integration derjenigen, die im Moment bei uns leben, nach wie vor eine wichtige und dringliche Aufgabe. Und an dieser Stelle brauchen wir einen langen Atem, denn ein Nachlassen in der Integrationspolitik gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ich erwarte mir von der Konferenz klare Signale an den Bund und einen guten fachlichen Austausch.“

Köpping: „Schaffung von Akzeptanz und Toleranz gegenüber vielfältigen Lebensweisen“

(Dresden, 9. April) Vom 9. bis 14. April findet das Filmfest Dresden, eines der höchstdotierten Kurzfilmfestivals in Europa, statt. Neben den Goldenen Reitern, die in verschiedenen Kategorien verliehen werden, wird auch der Filmpreis für GeschlechterGerechtigkeit zum zweiten Mal im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 14. April um 20 Uhr vergeben.

Dieser Filmpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.200 Euro dotiert. Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, unterstützt den Preis und stellt den Pokal, den „Goldenen Reiter“ zur Verfügung.

Köpping erklärt: „Mir ist dieser Preis sehr wichtig, denn wir haben in Fragen der Akzeptanz von Vielfalt noch großen Nachholbedarf. Der Filmpreis für GeschlechterGerechtigkeit ist ein wichtiges Element, wenn es darum geht die Menschen für unser Anliegen, nämlich die Schaffung von Akzeptanz und Toleranz gegenüber vielfältigen Lebensweisen, zu sensibilisieren. Mit diesem Preis möchten wir auch unseren Dank und unsere Anerkennung gegenüber denjenigen ausdrücken, die sich für dieses wichtige Thema engagieren.“

Folgende Filme sind für den Preis nominiert und werden am Donnerstag, den 11. April um 20 Uhr im Filmtheater Schauburg gezeigt:

Integrationsministerin Petra Köpping: „Demokratiearbeit: Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit ist in Sachsen beispielhaft“

Knapp drei Jahre ist es nun her, dass mit dem Inkrafttreten des Konzepts des Demokratie-Zentrums Sachsen am 1. April 2016 auch der Freistaat Sachsen ein Landes-Demokratiezentrum erhalten hat. Dieses bündelt und vernetzt die Aktivitäten aller staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure, die sich für die Stärkung der Demokratie und gegen extremistische und menschenfeindliche Bewegungen im Freistaat Sachsen engagieren. Dies umfasst ausdrücklich alle extremistischen Phänomenbereiche und die der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit: Vom klassischen Rechtsextremismus, über den Antisemitismus, die Reichbürgerbewegung bis hin zur linken Militanz. Speziell für die Phänomenbereiche des islamistischen Extremismus sowie der Islam- und Muslimfeindlichkeit ist innerhalb des Demokratie-Zentrums Sachsen zudem die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention, kurz KORA, eingerichtet worden.

Auch die KORA kann ein Jubiläum feiern: Sie wurde vor genau zwei Jahren im Rahmen einer Kabinettspressekonferenz der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, des Staatsministers des Innern sowie des Staatsministers der Justiz als gemeinsames Vorhaben der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Leitziele der KORA bestehen darin, einerseits islamistische Radikalisierung zu verhindern und andererseits islam- und muslimfeindliche Einstellungen in der Bevölkerung abzubauen. So will sie etwa bei sich Radikalisierenden oder bereits radikalisierten Personen dafür sorgen, dass diese sich wieder der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verbunden fühlen. Radikalisierungsgefährdete Jugendliche und junge Erwachsen sollen, beispielsweise durch Aufklärung im Rahmen sogenannter SchülerInnen-Workshops, dagegen erst gar nicht in den Strudel einer islamistischen Radikalisierung geraten. Die LandeskoordinatorInnen des Demokratie-Zentrums Sachsen, welche die KORA betreuen, fungieren dabei unter anderem über eine Hotline (0351 564 54949 – Montag bis Freitag von 9.00-16.00 Uhr) als zentrale Ansprechpartner zu den Themen Radikalisierungsprävention im Kontext islamistischer Extremismus sowie Islam- und Muslimfeindlichkeit in Sachsen. In Kooperation mit dem Violence Prevention Network e. V. (VPN) und dem AUSSTEIGERPROGRAMM SACHSEN (APro) bietet die KORA auf Grundlage eines 5-Säulen-Modells Prävention (Säule 1 und 2) und Intervention (Säule 3 bis 5) in diesen Themenfeldern in Sachsen an. Es sind bislang KORA über 75 Kontaktaufnahmen registriert worden. Daraus resultierend wurden 46 Beratungen durchgeführt. Gleichzeitig wurden im Rahmen der KORA bislang insgesamt 114 Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen durchgeführt. Weitere 41 Fortbildungen und Workshops sind für das Jahr 2019 geplant.

Auf Veranstaltungen im Leipziger Westen, im Leipziger Osten und selbstverständlich auf dem Messegelände habe ich in diesem Jahr diskutiert, informiert und viele Gespräche geführt. Ich wurde dabei unter anderem gefragt, was ich umsetzen würde, wenn ich nur Eines umsetzen könnte: dann wäre es, den fairen respektvollen Umgang. Dass wir wieder lernen gut miteinander zu diskutieren, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dazu kann jeder beitragen. Das ist die Grundlage für unser solidarisches System.

Da ich oft gefragt werde, ‚Wieso tickt der Osten anders?‘ habe ich gern im Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden „1989-Lieder unserer Heimat“ einen Gastbeitrag verfasst. Ich glaube, dass wir keine hinreichenden Antworten auf diese Frage finden werden, wenn wir uns nicht ehrlich und offen mit der Nachwendezeit beschäftigen. Der Prozess des Zusammenwachsens lief nicht narbenfrei ab. Und die Wucht und Unsensibilität seiner Veränderung macht viele Menschen im Osten bis heute wütend, wenn sie zurückschauen und ängstlich, wenn sie in die sich immer rasanter verändernde Zukunft blicken.
Verlag: Glücklicher Montag.
#vonmenschzumensch

Staatsministerin Petra Köpping: „Gemeinsam den Opfern beistehen“

(Dresden, den 20. März) Die Vereinten Nationen haben den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung erklärt. Ursache war das Massaker von Sharpeville, bei dem am 21. März 1960 fast 70 Demonstrierende gegen die diskriminierenden Passgesetze des Apartheid-Regimes ihr Leben verloren. 1979 wurde dieser Gedenktag durch die Einladung der Vereinten Nationen an ihre Mitgliedsstaaten ergänzt, eine jährliche Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus durchzuführen.

Dazu die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Rassismus und Diskriminierung gefährden den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Auch in Sachsen gehören für nicht wenige Mitmenschen rassistische Anfeindungen und sogar Übergriffe zur Lebenswirklichkeit dazu. Einige geflüchtete Menschen sehen daher in unserem Freistaat keine Zukunft für sich und ihre Familie. Das schmerzt mich sehr. Gerade weil ich weiß, dass diejenigen, die rassistische Einstellungen pflegen und diese zum Ausdruck bringen, in der Unterzahl sind. Die breite Zivilgesellschaft lehnt diese Einstellungen ab und setzt sich täglich für ein solidarisches, friedliches und tolerantes Miteinander ein. Dessen müssen wir uns immer wieder bewusst werden. Wir müssen uns immer wieder gegenseitig Mut und Kraft geben und gemeinsam den Opfern beistehen. Der heutige Gedenktag und die Veranstaltungsreihe bieten zahlreiche Gelegenheiten, Menschen zu treffen und kennenzulernen und gemeinsam am Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu arbeiten. Ich danke Allen, die sich so großartig für unser demokratisches Miteinander engagieren, von ganzem Herzen für ihren Einsatz.“

Auch in Sachsen finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus, in diesem Jahr zwischen dem 11. und 24. März, statt. Das bundesweite Motto lautet: „Europa wählt Menschenwürde“.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
20.03.2019
Gleichstellung | Demokratie | Integration

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