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Integrationsministerin Petra Köpping: „Integration ist kein Sprint, sondern ein Marathon“

Im Rahmen der am 15. und 16. März in Nürnberg stattfindenden Integrationsministerkonferenz unter dem Motto „Integration – Zusammenhalt durch Orientierung“ fordert Sachsen die Übernahme der Sprachmittler- und Dolmetscherkosten durch den Bund. Weitere Forderungen anderer Bundesländer, denen sich Sachsen anschließt, zielen beispielsweise auf die bessere Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen, der Stärkung und langfristigen Ausrichtung der Integrationsstrukturen in den Kommunen, der stärkeren Beteiligung des Bundes an den Kosten der Integration, der Verbesserung der Integrationsberichterstattung, der Verstetigung der interkulturellen Öffnung der Verwaltung sowie den Ausbau der niedrigschwelligen Frauenkurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Sachsens Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, begrüßt ausdrücklich das neue Maßnahmenpaket, mit dem der Lehrerberuf in Sachsen attraktiver gemacht und dem Lehrermangel entgegengewirkt werden soll: „Ich freue mich besonders, dass Grundschullehrinnen und Grundschullehrer künftig genauso bezahlt werden wie ihre Kollegen, die an der Oberschule oder am Gymnasium unterrichten. Dies zeigt: Alle Klassenstufen, die unsere Kinder an der Schule durchlaufen, sind gleich wichtig und deshalb darf es in der Bezahlung der Lehrer auch keine Unterschiede geben.“

Darüber hinaus sollen künftig auch die sogenannten DDR-Bestandslehrer besser bezahlt werden. Diese Pädagogen hatten nach der Wende ein berufsbegleitendes Studium absolviert und damit eine „Lehrerlaubnis“ erhalten, aber keine „Lehrbefähigung“, die ein zweites Studium und einen erneuten Vorbereitungsdienst bedeutet hätte.

Vom 7. bis 8. März besucht die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, die interkulturelle Bildungsmesse in Wroclaw. Diese wird von der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Wroclaw, der hiesigen Universität sowie dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wroclaw veranstaltet. Im Rahmen der Messe präsentieren sich Organisationen, Vereine und Projekte aus der interkulturellen Bildungsarbeit.

Staatsministerin Köpping wird an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Empathie, Offenheit, Toleranz, Integration, Demokratie, Perspektivwechsel – Blick auf die Partnerregion Sachsen“ teilnehmen. Darüber hinaus wird Staatsministerin Köpping ihren Besuch nutzen, um mit verschiedenen Politikerinnen und Politikern, Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen ins Gespräch zu kommen.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Der ständige Austausch und Dialog mit der kommunalen Ebene sind mir sehr wichtig. Denn als ehemalige Bürgermeisterin und Landrätin kenne ich die Situation der Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber nur zu gut. Ich verstehe, dass sich die Verantwortlichen in Freiberg in einer besonderen Lage befinden und deshalb begrüße ich es sehr, dass wir uns heute darüber sachlich austauschen konnten. Die kommunale Familie muss selbst für eine gleichmäßige Verteilung von geflüchteten Menschen innerhalb seines Territoriums zu sorgen. Wir haben für integrative Maßnahmen, Spracherwerb und soziale Betreuung der Geflüchteten Gelder zur Verfügung gestellt, die auch der Landkreis Mittelsachsen abrufen konnte und immer noch kann. Ich unterstütze den Landkreis und die Stadt Freiberg gern dabei, Lösungsansätze zu finden, damit sich die Lage entspannen kann und der gesellschaftliche Zusammenhalt in der Region wieder hergestellt wird.“

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
08.02.2018
Demokratie | Integration | Asyl | Kommunales

Gleichstellungsministerin Köpping: „Frauen sind der Motor der Integration“

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, führte heute ein Fachgespräch zum Thema „Projekte für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund“ durch. Geladen waren Träger, die im Freistaat Sachsen für Projekte zur Stärkung dieser Personengruppe über die Richtlinien „Chancengleichheit“ sowie „Integrative Maßnahmen“ Fördergelder erhalten. In diesem Jahr werden in diesem Spezialbereich insgesamt 13 Projekte über beide Richtlinien gefördert. Dazu gehören beispielsweise der "Interkulturelle Mädchentreff MiO" von Frauenkultur e.V. in Leipzig, "Frauen bewegen Frauen" vom Bündnis Buntes Meißen e.V. oder "Angekommen - Mütter mit Migrationshintergrund arbeiten" vom Frauenförderwerk Dresden e.V.

Den Hauptimpuls für das Fachgespräch setzte die studierte Sozialarbeiterin Fatuma Musa Afrah, geboren in Somalia, aufgewachsen als Geflüchtete in Kenia, seit 2014 zu Hause in Berlin. Ihr beruflicher Hintergrund und ihre besondere persönliche Geschichte haben sie zu einer gefragten Beraterin von Politik und Zivilgesellschaft gemacht. In ihrem Vortrag erläuterte sie die Notwendigkeit eines Perspektivwechsels: Einerseits müssen Frauen aufgrund oft mangelnder Bildung, kultureller Restriktionen durch konservative Rollenvorstellungen in den Herkunftsländern und das Fehlen von Sprach- und Ortskenntnissen tendenziell größere Hürden nehmen, um in Deutschland anzukommen. Andererseits eröffnet sich durch Frauen ein besserer Zugang zu Kinder und ganzen Familien.

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