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Ministerin Köpping: "Die Menschen tun mir unendlich leid"

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Sachsen - Der Flüchtlingsstrom nach Sachsen hält weiter an. Die MOPO24 sprach deshalb mit Integrationsministerin Petra Köpping (57, SPD) über die derzeitige Situation, Sorgen und die Zukunft:

Petra Köpping im Gespräch mit MOPO-Reporterin Antje Meier.

Morgenpost: Frau Köpping, ganze Züge mit Flüchtlingen rollen auf uns zu. Was geht da in Ihnen vor?

Petra Köpping: Erst mal tun mir die Menschen unendlich leid. Das zweite ist, wir müssen uns vorbereiten. Bald wird es kalt. Dann kommen Zeltstädte oder ähnliches nicht in Frage.

Morgenpost: Nehmen Sie Arbeit und Sorgen mit nach Hause?

Petra Köpping: Na klar. Das Foto des ertrunkenen Kindes, das durch die Medien ging, geht mir nicht aus dem Kopf. Wen lässt das kalt? Ich bin Mutter und Großmutter. Das ist schrecklich.

Die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, überreichte gestern Abend (03.09.2015) im Rahmen der Preisverleihung der „Sterne des Sports“ in Rodewisch vier Preise an Sportvereine. Ausgelobt wurde der Wettbewerb von der Volksbank Vogtland e.G.

„Im Sport geht es normalerweise um schneller, weiter, höher. Bei dieser Ehrung steht das Ehrenamt auf dem Siegertreppchen“, so Ministerin Köpping. „Die Sportvereine leisten eine tolle und wichtige Arbeit, die unserem Land gut tut. Durch den Sport lernen wir, fair miteinander umzugehen. In den Sportvereinen entstehen viele Freundschaften, hier erleben wir gemeinsam gute und auch schwierige Zeiten“, so Petra Köpping weiter.

Gemeinsame Medieninformation mit dem Sächsischen Ausländerbeauftragten

Heute beginnt der Bewerbungszeitraum für den 6. Sächsischen Integrationspreis. Der Wettbewerb wird gemeinsam von der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping und dem Sächsischen Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth ausgelobt. Beide sitzen der Jury aus Fachleuten und bisherigen Preisträgern vor. Der Preis ist mit insgesamt 4.500 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 5. Oktober 2015.

„Es gibt in Sachsen eine Welle der Hilfsbereitschaft und des Engagements für Integration. Noch nie war sie so groß. Mit dem sächsischen Integrationspreis wollen wir dieses Engagement sichtbar machen. Wir wollen alle ansprechen: die Unternehmerin, den Lehrer, den Mitarbeiter einer Behörde oder die Arbeitskollegin, den Nachbar oder die Helferin, das Vereinsmitglied oder den engagierten Bürger“, so Staatsministerin Köpping zur Ausschreibung.

--- Es gilt das gesprochene Wort! ---

Sehr geehrter Herr Präsident,

meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen,

 

„gemeinsam“ ist das Motto dieser Regierungserklärung. Deshalb stehen wir, Kollege Ulbig und ich, auch beide vor Ihnen, denn die Themen Asyl und Integration müssen wir stets zusammen denken und in der jetzigen Situation sollten wir sie auch gemeinsam angehen.

Nur in dieser „Gemeinsamkeit“ liegt die Chance zur Verbesserung der Situation, denn alle, die eine Verantwortung für die „Gesamtaufgabe Asyl“ sehen, sind mit der derzeitigen Lage, d.h. dem derzeitigen Umgang mit den Geflüchteten, den fremdenfeindlichen Ausfällen und Übergriffen und dem damit verbundenen Bild Sachsens in der Öffentlichkeit ziemlich unzufrieden.

Am Mitwoch, den 26. August 2015, nahm Staatsministerin Petra Köpping am Aktionstag "Perspektivwechsel" teil. Einen Tag lang begleitete sie die Markkleeberger FlüchtlingsberaterInnen. So führte sie bspw. Beratungen in der Flüchtlingsunterkunft in Rötha durch. Gleichzeitig konnte Petra Köpping bereits angelaufene Maßnahmen ihres Ministeriums - wie die Förderrichtlinie "Soziale Betreuung" - in der Praxis vor Ort begutachten und auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen. Erste Verbesserungen, wie z.B. eine höhere Zahl an Sozialarbeiter/innen als noch vor ein paar Monaten, wurden sichtbar. Weitere Maßnahmen werden folgen.

Petra Köpping konnte durch ihren Perspektivwechsel vielfältige Erfahrungen sammeln und Begegnungen mitnehmen. Vor allem aber bedankt sie sich bei allen haupt-und ehrenamtlichen HelferInnen und BeraterInnen für ihren Einsatz und ihr Engagement!

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