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Köpping: „Die Menschen nicht sich selbst überlassen“

(Dresden, den 21. April 2017) Bei einem Besuch in einer vom Deutschen Roten Kreuz e.V. betriebenen Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Dresden Friedrichstadt hat sich die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, heute Vormittag gemeinsam mit dem Präsidenten der Landesdirektion, Dietrich Gökelmann, einen Eindruck über die aktuelle Situation vor Ort verschafft.

Petra Köpping: „Auch wenn in den vergangenen Monaten weniger Menschen nach Sachsen gekommen und die Kapazitäten in den EAE teilweise verringert worden sind, sind diese Einrichtungen nach wie vor wichtig. Aus diesem Grund besuche ich alle sächsischen EAE, um zu erfahren, wie die Maßnahmen zur Erstorientierung von Asylsuchenden greifen. Mit den Wegweiserkursen zur kulturellen Erstorientierung für alle Asylsuchenden, die in die EAE kommen, sind wir in Sachsen Vorreiter. Denn unser Angebot ist eine Brücke, um das Ankommen in den Kommunen zu erleichtern. Mit dem gemeinsamen Erklärfilm-Projekt ergänzen wir dieses Angebot sinnvoll. Wir wollen die Menschen nicht sich selbst überlassen. Deshalb liegt mir viel daran, ihnen bereits in der Zeit, die sie in den EAE verbringen, wenigstens ein Stück weit Orientierung und Halt zu vermitteln.“

Köpping: "Eine starke Stimme für Migranten in Sachsen"

Am Samstag (8.4.2017) hat sich in Dresden ein Dachverband der sächsischen Migrantenorganisationen gegründet, der  ein wichtiger Ansprechpartner für Verwaltung, Wirtschaft und Politik darstellt. Diesem Verband gehören mit der Gründung 42 Vereine an.

Integrationsministerin Petra Köpping: „Ich freue mich sehr, dass es nun auch in Sachsen einen Dachverband gibt, der die Interessen der Migranten bündelt und einen wichtigen Beitrag für eine erfolgreiche Integration leisten wird. Anders als in anderen Bundesländern gab es in Sachsen bislang noch keine landesweite Vereinigung der Migranten. Ich wünsche dem Gremium nicht nur einen erfolgreichen Beginn, sondern auch viel Erfolg in der Zukunft, da er zu einer Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen wird. Ich bin froh, diesen Ansprechpartner zu haben und die starke Stimme sächsischer Migranten zu hören."

Seit 2015 fördert die Staatsregierung einen Prozess zur Etablierung eines „Landesnetzwerks“, wie es auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist.

Neben der Diskussion und Beschluss einer Satzung, hat der Dachverband diesen Samstag auch einen Vorstand gewählt. Tatjana Jurk und Emiliano Chaimiti sind die Vorsitzenden des Verbandes.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
09.04.2017
Ehrenamt | Integration

„Zuwanderung und Integration gut gestalten – den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern“ - Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 6. Verbändegespräch Integration

Dresden (29. März 2017) - Heute fand zum sechsten Mal das Verbändegespräch Integration in Dresden statt. Inhaltlich widmete sich das Verbändegespräch der Fortschreibung des aus dem Jahre 2012 stammenden ersten Zuwanderungs- und Integrationskonzeptes (ZIK) des Freistaates Sachsen. Zur Eröffnung des Tages sprachen Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Staatsministerin Petra Köpping sowie der Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, Hans-Georg Engelke.

Ministerpräsident Tillich betonte: „Bei der Integration gehören Fordern und Fördern zusammen – Zuwanderer müssen sich in unsere Sprache, in unser Rechts- und Wertesystem, in unseren Arbeitsmarkt und in unser Kulturleben einbringen, und wir müssen mit Sprache, Bildung und Arbeit die Grundlage für eine gelungene Integration schaffen. Es wird dann eine Win-Win-Situation, wenn Einheimische und Hinzugekommene gemeinsam die Aufgabe angehen.“ Der Ministerpräsident dankte den Teilnehmern des Verbändegesprächs stellvertretend für alle Menschen im Freistaat, die sich im Bereich Integration engagieren: „Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie mit Ihrer Arbeit dazu beitragen, dass wir Integration in Sachsen mit Geschlossenheit angehen können.“

Integrationsministerin Köpping sagte: „In den vergangenen Jahren konnten wir viele neue Erfahrungen im Integrationsbereich sammeln. Einerseits kamen viele Menschen zu uns, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, andererseits können wir aber auch beobachten, dass die Mobilität international stark zugenommen hat. Für viele Menschen ist Sachsen ein attraktiver Ort, um zu studieren, zu arbeiten und zu leben. Um die Bedürfnisse der Menschen, die neu zu uns gekommen sind und diejenigen derer, die schon lange hier leben, in Einklang zu bringen, arbeiten alle sächsischen Staatsministerien intensiv am Themenfeld ‚Integration und Zuwanderung‘. Die Ergebnisse dieser Arbeit stellen wir heute im Rahmen des Verbändegespräches zur Debatte und entwickeln sie weiter.“

Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention nimmt Arbeit auf

(Dresden, 28. März 2017) In seiner heutigen Sitzung wurde das Sächsische Kabinett über die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA), einer Zusammenarbeit der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, dem Staatsminister des Innern sowie des Staatsministers der Justiz, informiert.

Das Leitziel der KORA besteht darin, islamistische Radikalisierung zu verhindern. Gleichzeitig will sie u.a. bei potentiell Betroffenen dafür sorgen, dass sie sich wieder der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verbunden fühlen.

„Wenn muslimische Organisationen besser vernetzt sind, zum Beispiel mit Trägern der Wohlfahrt und Demokratiearbeit, mit der Zivilgesellschaft und den Sicherheitsbehörden, dann können sie eine wichtige Rolle in der Radikalisierungsprävention einnehmen. Mit der KORA setzen wir auf einen vertrauensvollen Dialog, bieten Informations-, Sensibilisierungs- und Fortbildungsveranstaltungen sowie Beratungsangebote für Flüchtlingshelfer, aber auch für besorgte Eltern. Wir wollen gemeinsam aktiv werden, bevor etwas passiert. Und weil mir das außerordentlich wichtig ist, haben wir ein umfassendes Konzept mit dem sächsischen Innen- und Justizminister entwickelt“, sagt Integrationsministerin Petra Köpping.

Staatsministerin Petra Köpping besucht Bildungsklasse für Geflüchtete und die Verbraucherzentrale in Dresden

Der heutige Besuch der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, bei der Verbraucherzentrale in Dresden hat eines besonders verdeutlicht: Verbraucherschutz betrifft jeden und muss allen gleichermaßen gerecht werden. Vor diesem Hintergrund nutzte die Integrationsministerin auch die Gelegenheit, um einer Fortbildungsgruppe für Geflüchtete zu den Themen Verbraucherrecht und Finanzen beizuwohnen.

„Besonders für Menschen, die noch nicht lange bei uns leben, sind die Informationen und Beratungen der Verbraucherzentrale wichtig. Sie helfen dabei, sich im Alltag unserer Gesellschaft zurecht zu finden und hier anzukommen. Ich finde das Engagement der Verbraucherzentrale in diesem Bereich vorbildlich“, so Integrationsministerin Köpping.

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