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Ministerin Köpping: „Zusammenstehen im Gedenken an die Opfer menschenverachtender Einstellungen“

Der Ausländerrat Dresden e.V. und der Vorbereitungskreis des Marwa El-Sherbini-Gedenkens laden am 1. Juli um 14 Uhr vor dem Dresdner Landgericht (Lothringer Str.1) zum stillen Gedenken an den gewaltsamen Tod von Marwa El-Sherbini ein. Es ist ihr achter Todestag.

„Seit Monaten reißen die schlimmen Nachrichten nicht ab. Unschuldige Menschen fallen weltweit Terror und Hass zum Opfer. Doch das geschieht nicht nur in fernen Ländern. Nein, auch in unserer Nachbarschaft ereignen sich Tragödien. Menschenverachtende Einstellungen sind auch bei uns Realität. Das wollen wir nicht akzeptieren. Und darum stehen wir zusammen im Gedenken an die Opfer“, sagt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping.

Im Anschluss an die stille Blumenniederlegung wird um 14.30 Uhr der Kurzfilm „Das schwache Geschlecht? – Vorurteile über Frauen weltweit“ im Café Halva gezeigt. Der Film ist ein Projekt der Marwa El-Sherbini-Stipendiatin Nurul Fatimah Khashbullah und wurde durch den Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration finanziell gefördert.

Köpping: „Wir haben zu handeln.“

(Dresden, den 28. Juni 2017) Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, hat in Kooperation mit dem Netzwerk für Integrations-, Fremdenfeindlichkeits- und Rechtsextremismusforschung in Sachsen (IFRiS) führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einem Expertengespräch über den gesellschaftlichen Zusammenhalt eingeladen.

„Flucht und Migration sind zwar Anlass, aber keineswegs der Grund für die starken Polarisierungen in unserer Gesellschaft, wie wir sie momentan erleben. Der Problembereich ist insgesamt sehr komplex und beinhaltet Aspekte wie die demografische Entwicklung, die besonderen Probleme des ländlichen Raumes, Besonderheiten in der Sozialstruktur der neuen Bundesländer, die sich stetig verringernde Bürgernähe der Politik  sowie eine allgemeine Demokratieverdrossenheit, soziale Verwerfungen sowie die erlebten und wahrgenommenen Nachwendeungerechtigkeiten“, fasst Petra Köpping die Diskussion am gestrigen Abend zusammen.

Die anwesenden Expertinnen und Experten wiesen auf bestehende Lücken in der Forschung hin und bestätigten die Bedeutung der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Sachsen.

Integrationsministerin Köpping: „Integration beginnt so zeitig wie möglich“

(Dresden, den 27. Juni 2017) Das Sächsische Kabinett hat die Novellierung der Förderrichtlinie „Integrative Maßnahmen“ beschlossen. Zu der seit Juli 2015 bestehenden Förderung von Integrationsmaßnahmen von Vereinen, der Integrationsarbeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie dem seit Juni 2016 hinzugekommenen Landessprachprogramm tritt nun die Förderung von Maßnahmen zur Erstorientierung, die in den sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen durchgeführt werden, als Teil 4 der Förderrichtlinie hinzu.

„Mir ist wichtig, dass wir mit der Erweiterung des Förderprogramms den asylsuchenden Menschen sofort Orientierung geben können, die in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht sind. Für sie ist ein erster Wegweiser in unserer Gesellschaft, in die sie gerade erst gekommen sind, ganz entscheidend. Dafür benötigen sie grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache, dafür ist aber auch wichtig zu wissen, wie unsere Gesellschaft und Demokratie funktionieren. Diese Grundkenntnisse können wir nun durch die Novellierung des Förderprogramms vermitteln“, erklärt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping.

Staatsministerin Petra Köpping zum Beschluss, den Gerechtigkeitsfonds in das SPD-Regierungsprogramm für die Bundestagswahl 2017 aufzunehmen:

„Mit dem Gerechtigkeitsfonds sollen dieje­nigen, die bei der Rentenüberleitung in der Nachwendezeit erhebliche Nachteile erlitten haben, eine finanzielle Entschädi­gung erhalten. Ich selber habe viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land geführt und gespürt, dass die Anerkennung ihrer Lebensleistungen für sie eine wichtige Rolle spielt und deswegen ist der Gerechtigkeitsfonds für uns so wichtig. Natürlich kann damit nicht jedes Unrecht beseitigt werden, aber für die Menschen bedeutet der Fonds, dass die Politik Fehler, die gemacht wurden, anerkennt und den Versuch unternimmt, diese zu heilen.“

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
27.06.2017
Gleichstellung | Demokratie | Integration

Gleichstellungsministerin Köpping: „Vielfalt und Anderssein als Grundelement eines weltoffenen Sachsen fördern“

(Dresden, den 23. Juni 2017) Gemeinsam mit der Leiterin der Antidiskrimi-nierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, hat die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, im Beisein des Inklusions-Aktivisten Raúl Krauthausen heute in einer Feierstunde die Beitritts-Urkunde des Freistaates Sachsens zur bundesweiten „Koalition gegen Diskriminierung“ im Schloss Pillnitz unterzeichnet.

„Diskriminierung lässt sich nicht per Dekret abschaffen“, betonte Petra Köpping in ihrer Festrede. „Aber als Sächsische Staatsregierung ist es unsere Aufgabe, Vielfalt und Anderssein als Grundelement eines weltoffenen Sachsens auch strukturell zu befördern. Der Beitritt zur Koalition gegen Diskriminierung ist hierfür ein Meilenstein und ein deutliches Bekenntnis.“

Mit dem Beitritt verpflichtet sich der Freistaat Sachsen, dem Diskriminierungsschutz größere Aufmerksamkeit zu widmen und diesen als politische Aufgabe zu verankern. Die Grundlage für den Beitritt und bildet der Kabinettsbeschluss zur „Strategie zum Schutz vor Diskriminierung und zur Förderung von Vielfalt im Freistaat Sachsen“ vom Januar 2017. Darin wird die Antidiskriminierungspolitik als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe im Freistaat Sachsen neu definiert und institutionell verankert. Im Zuge dessen wurde zudem ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das die Antidiskriminierungspolitik insgesamt weiter stärken und ausweiten wird.

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