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Integrationsministerin Petra Köpping: „Integrationspolitik benötigt Aussagen darüber, wie sich Integrationsprozesse vollziehen“

(Dresden, den 20. März) Heute stellte die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, in Dresden das sächsische Integrationsmonitoring vor. Kurzer Rückblick: Bis ins Jahr 2014 standen für Integration etwa 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Dies änderte sich Ende 2014 grundlegend. Mit der Schaffung des Geschäftsbereiches Gleichstellung und Integration im Sächsischen Sozialministerium wurde das Politikfeld Integration wesentlich aufgewertet. Inzwischen konnten viele Vorhaben wie die Organisation der Flüchtlingssozialarbeit, der Rückkehrberatung, der Unterstützung von Vereinen und Kommunen, ein eigenes Landessprachprogramm, die psychosozialen Zentren oder die Erstorientierungskurse in den Erstaufnahmeeinrichtungen aufgebaut und umgesetzt werden.

Integrationsministerin Petra Köpping: „Integrationspolitik benötigt Aussagen darüber, wie sich Integrationsprozesse vollziehen und welche Maßnahmen die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund unterstützen. Das bedeutet für uns, dass wir ein Monitoring etablieren wollen, um genau diese Aussagen datenbasiert zu erhalten. Derzeit gibt es aber in der Integrationsforschung noch kein Instrument, das in der Lage wäre, die verschiedenen Dimensionen von Integration für alle Gruppen von Migrantinnen und Migranten abzubilden. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, verschiedene Instrumente für unsere Integrationsberichterstattung zu verwenden. Zwei Ergebnisse liegen aktuell vor: der Kennzahlenbericht Integration und der Länderauszug Sachsen des Integrationsmonitorings der Länder.“

Zur Presseerklärung des RAA Sachsen e.V. zur rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt 2017 erklärt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Jeder Anschlag, jeder Übergriff ist einer zu viel und zerstört den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Angreifer treffen immer die Schwächsten in unserer Mitte und vergiften das Klima, in dem wir miteinander friedlich und tolerant leben wollen. Wir sind alle gemeinsam aufgerufen, uns dem Hass und der Gewalt entgegen zu stellen und deutlich zu machen, dass wir so ein Verhalten nicht dulden. Und wir sind aufgefordert, den Schwächsten in unserer Gesellschaft zur Seite zu stehen, sie zu schützen und ihnen die Hand zu reichen. Denn wir können nur gemeinsam dafür sorgen, dass unser Land ein friedlicher Ort wird, an dem wir zusammen solidarisch miteinander leben. Ich danke Allen, die sich für Akzeptanz und Toleranz in unserem Freistaat unermüdlich einsetzen und ich hoffe, dass sich noch viele weitere daran ein Beispiel nehmen.“

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
14.03.2018
Demokratie | Integration

Integrationsministerin Petra Köpping: „Integration ist kein Sprint, sondern ein Marathon“

Im Rahmen der am 15. und 16. März in Nürnberg stattfindenden Integrationsministerkonferenz unter dem Motto „Integration – Zusammenhalt durch Orientierung“ fordert Sachsen die Übernahme der Sprachmittler- und Dolmetscherkosten durch den Bund. Weitere Forderungen anderer Bundesländer, denen sich Sachsen anschließt, zielen beispielsweise auf die bessere Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen, der Stärkung und langfristigen Ausrichtung der Integrationsstrukturen in den Kommunen, der stärkeren Beteiligung des Bundes an den Kosten der Integration, der Verbesserung der Integrationsberichterstattung, der Verstetigung der interkulturellen Öffnung der Verwaltung sowie den Ausbau der niedrigschwelligen Frauenkurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Sachsens Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, begrüßt ausdrücklich das neue Maßnahmenpaket, mit dem der Lehrerberuf in Sachsen attraktiver gemacht und dem Lehrermangel entgegengewirkt werden soll: „Ich freue mich besonders, dass Grundschullehrinnen und Grundschullehrer künftig genauso bezahlt werden wie ihre Kollegen, die an der Oberschule oder am Gymnasium unterrichten. Dies zeigt: Alle Klassenstufen, die unsere Kinder an der Schule durchlaufen, sind gleich wichtig und deshalb darf es in der Bezahlung der Lehrer auch keine Unterschiede geben.“

Darüber hinaus sollen künftig auch die sogenannten DDR-Bestandslehrer besser bezahlt werden. Diese Pädagogen hatten nach der Wende ein berufsbegleitendes Studium absolviert und damit eine „Lehrerlaubnis“ erhalten, aber keine „Lehrbefähigung“, die ein zweites Studium und einen erneuten Vorbereitungsdienst bedeutet hätte.

Vom 7. bis 8. März besucht die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, die interkulturelle Bildungsmesse in Wroclaw. Diese wird von der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Wroclaw, der hiesigen Universität sowie dem Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wroclaw veranstaltet. Im Rahmen der Messe präsentieren sich Organisationen, Vereine und Projekte aus der interkulturellen Bildungsarbeit.

Staatsministerin Köpping wird an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Empathie, Offenheit, Toleranz, Integration, Demokratie, Perspektivwechsel – Blick auf die Partnerregion Sachsen“ teilnehmen. Darüber hinaus wird Staatsministerin Köpping ihren Besuch nutzen, um mit verschiedenen Politikerinnen und Politikern, Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen ins Gespräch zu kommen.

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