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Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Gemeinsam gegen Diskriminierung vorgehen“

(Leipzig, den 24. Januar) Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping hat heute sieben Antidiskriminierungsberaterinnen und –beratern nach erfolgreicher Ausbildung ihre Zertifikate überreicht.

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Gemeinsam arbeiten wir an dem Ziel für Sachsen, eine Kultur zu etablieren, in der alle mit Respekt behandelt werden, in der Vielfalt gelebt werden kann und diese Vielfalt auch wertgeschätzt wird. Auf diesem Weg kommen wir Schritt für Schritt voran, indem wir gemeinsam an verschiedenen Ansatzpunkten gegen Diskriminierung vorgehen. Ganz konkret beinhaltet dies die Beratung von Betroffenen, den Abbau von Diskriminierung beispielsweise in Arbeitsverhältnissen sowie die öffentliche Sensibilisierung für das Thema. Dabei unterstützen uns künftig auch die Beraterinnen und Berater, die eine spezifische Ausbildung im Bereich Antidiskriminierungsberatung absolviert haben. Sachsen ist eines der wenigen Bundesländer, die diese Ausbildung unterstützen. Ich wünsche den Beraterinnen und Beratern viel Erfolg bei ihrer wichtigen Tätigkeit.“

Integrationsministerin Petra Köpping: „Rückkehrberatung erfolgreich“

(Dresden, den 18. Januar) Im Jahr 2018 verließen 769 Personen den Freistaat Sachsen freiwillig, nachdem sie an einer freiwilligen Rückkehrberatung in ihrer Gemeinschaftsunterkunft teilgenommen hatten. Diese Beratungen werden größtenteils durch freie Träger durchgeführt, die von den jeweiligen Landkreisen und Kommunen damit beauftragt wurden. Die Anzahl der freiwilligen Ausreisen ging um etwa ein Viertel gegenüber dem Vorjahr zurück, da sehr viele Personen ohne dauerhaftes Bleiberecht den Freistaat Sachsen bereits verlassen haben und die Zahl der Asylbewerber insgesamt gesunken ist. Das zeigt auch der Blick auf die Herkunftsländer, in die die Ausreisenden zurückgereist sind: wie z. Bsp. Georgien, Venezuela, Libanon, Iran, Marokko und Tunesien. Aber auch einige Ausreisende aus dem Irak, Syrien und Libyen sind darunter. Die Landkreise und Kreisfreien Kommunen erhielten dafür über die Richtlinie „Soziale Betreuung“ der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, eine Förderung in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.878 Beratungen durchgeführt, an denen 3.020 Personen teilgenommen haben. 

Köpping: „Endlich gemeinsam die Ungerechtigkeiten angehen und das Gleichstellungsgesetz verabschieden“

Heute wurde der 5. Frauenförderbericht im Kabinett vorgestellt. Damit wird ein Bericht vorgelegt, der die vollzogene Entwicklung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Öffentlichen Dienst darstellt, aber auch eine Grundlage bildet, künftige Entwicklungen vergleichbar zu machen.

Aufgrund der erhobenen Datenstatistik ist zu erkennen, dass von rund 210.000 Beschäftigten 140.000 Frauen und 70.000 Männer beim Freistaat Sachsen tätig waren. Im öffentlichen Dienst sind somit überproportional (65,9 Prozent) viele Frauen beschäftigt. Der Frauenanteil in leitenden Funktionen (Referatsleitung, Referent/innen mit Leitungsfunktion sowie Sachgebietsleitung) ist vergleichsweise hoch und liegt mit 66,1 leicht über der Gesamtbeschäftigungsquote. Weiterhin ist dennoch festzustellen: „Teilzeit ist weiblich“: die Teilzeitbeschäftigung liegt bei Frauen bei 85 Prozent, bei Männern sind es knapp 15 Prozent.

Gleichstellungsministerin Köpping: „Der Frauenförderbericht zeigt, dass die bereits im vorigen Bericht festgestellten geschlechtsspezifischen Ungleichheiten nach wie vor vorhanden sind. Besonders auffällig ist, dass weibliche Beschäftigte in den höchsten Führungspositionen, Laufbahn- sowie Entgeltgruppen unterrepräsentiert sind. Karrierewege für Frauen stehen im öffentlichen Dienst in Sachsen nicht ausreichend offen. Der Frauenförderbericht wurde intensiv und durch einen langwierigen Prozess in der Staatsregierung abgestimmt.

Das Ergebnis des Berichtes zeigt auch, wie dringend wir das moderne Gleichstellungsgesetz brauchen, welches wir gerade auf den Weg bringen. Mit dem Gleichstellungsgesetz sollen genau diese Ungerechtigkeiten behoben werden. Damit sollen Führungspositionen in Teilzeit, Arbeitszeitreduzierung für die Pflege ermöglicht werden und Strategien erarbeitet, um männliche Beschäftigte für die Wahl von familienfreundlichen Beschäftigungsmodellen zu gewinnen.“

Seit Mitte 2018 wird das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ (WOS) im Auftrag der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration durch die IMAP change und culture GmbH evaluiert. Ein Zwischenbericht wird im ersten Quartal dieses Jahres erstellt und dem Kabinett vorgelegt. Die Evaluation wird dabei auf zwei Ebenen durchgeführt, sowohl auf der Projekt, als auch auf der Programmebene. Die Besonderheit der Evaluation besteht darin, dass sowohl beendete, als auch fortlaufende Projekte ausgewertet werden.

Integrationsministerin Petra Köpping über die Weiterentwicklung des Landesprogramms: „Wir möchten keine Politik aus dem Elfenbeinturm heraus betreiben. Deshalb ist uns sowohl der persönliche Kontakt zu unseren Demokratieprojekten, als auch der regelmäßige Austausch mit den Vereinen und Initiativen wichtig. Auch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation des WOS werden uns eine weitere wertvolle Perspektive geben, um unser Landesprogramm qualifiziert weiterentwickeln zu können.“

Informationen zum WOS:

Mit dem Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz« (WOS) hat der Freistaat Sachsen im April 2005 ein Demokratieförderprogramm ins Leben gerufen, welches zivilgesellschaftliche Initiativen bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit unterstützt sowie zur Stärkung demokratischer Strukturen in Sachsen beiträgt. Das WOS zeichnet sich besonders dadurch aus, dass es sich explizit auch an kleine Vereine und Initiativen richtet, welche durch Beratung und Netzwerkarbeit bei der Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Projektideen gefördert werden. Mit dem Übergang in den Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Ende 2014 wurde das WOS novelliert und sukzessive weiterentwickelt. Neben längerfristigen Projekten bietet das WOS auch die Möglichkeit der kurzfristigen Förderung von Mikroprojekten und Bildungsfahrten, wie zum Beispiel der Besuch von Gedenkstätten. Für die Umsetzung des WOS stehen im Jahr 2019 insgesamt rund 5,14 Millionen Euro zur Verfügung.

Hinweis: Die genannten Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
03.01.2019
Haushalt | Demokratie | Integration | Asyl

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Bekämpfung von Diskriminierungen muss in allen Teilen Sachsens stattfinden“

(Chemnitz, 7. Dezember) Heute eröffnete die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, die Antidiskriminierungsberatungsstelle für Chemnitz und die angrenzenden Landkreise Mittelsachsen, Erzgebirge und Zwickau. Der Träger der Einrichtung ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. (ADB), welches auch Beratungsstellen in Dresden und Leipzig unterhält.

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Die Bekämpfung von Diskriminierungen muss in allen Teilen Sachsens stattfinden. Wenn Menschen wegen ihrer Behinderung, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Identität ausgegrenzt, benachteiligt oder angegriffen werden, benötigen sie Unterstützung, um sich gegen Diskriminierung zu wehren und ihre eigenen Rechte durchzusetzen. Mit der Eröffnung der Regionalstelle des ADB Chemnitz vollziehen wir einen wichtigen Schritt zum Aufbau einer flächendeckenden Antidiskriminierungsberatung in Sachsen. Um Diskriminierungen nachhaltig zu bekämpfen, brauchen wir nachhaltige Hilfestrukturen vor Ort.“

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