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Integrationsministerin Petra Köpping: „Engagement ist auf hohem Niveau stabil geblieben“

Im Auftrag der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, hat in den vergangenen Monaten ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Change Centre Consulting GmbH eine Bedarfsanalyse zur ehrenamtlichen Flüchtlings-und Integrationshilfe in Sachsen vorgenommen. Mit der sogenannten „HeLP-Studie“ sollten Herausforderungen, Leistungen und Perspektiven ehrenamtlicher Integrationsarbeit in Sachsen untersucht und aufgearbeitet werden. An der Studie, die mittels eines Online-Fragebogens, Telefoninterviews oder in Fokusgruppen durchgeführt wurde, nahmen über 500 Personen teil.

Integrationsministerin Petra Köpping: „Es zeigte sich, dass die Befragten, die ehrenamtlich tätig sind, ihre Tätigkeit in den vergangenen beiden Jahren aufgenommen haben. Seitdem ist ihr Engagement auf hohem Niveau stabil geblieben. Und dass obwohl weniger Geflüchtete zu uns gekommen sind. Dieses Ergebnis ist eine starke Aussage, gerade hinsichtlich des gesellschaftlichen Klimas in Sachsen. Denn es zeigt, dass es eben auch bei uns viele Menschen gibt, die sich in ihrer Freizeit für Menschen aus anderen Ländern engagieren.“

Integrationsministerin Petra Köpping: „Kurse vermitteln Werte und praxisnahes Alltagswissen“

Ab September 2017 werden im Freistaat Sachsen in allen sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen „Erstorientierungskurse für Asylsuchende“ starten.

Die Kurse wurden bisher im Modellprojekt „Wegweiserkurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“ an einzelnen sächsischen Einrichtungen der Erstaufnahme entwickelt. Ab sofort werden sie in Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in allen sächsischen Einrichtungen der Erstaufnahme als Regelangebot angeboten und vom Freistaat Sachsen und vom BAMF gemeinsam finanziert. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert seit Juli 2017 Erstorientierungskurse für Asylsuchende in der gesamten Bundesrepublik und hat dabei die Bundesländer eng in die Ausgestaltung mit ein. So wurde für den Freistaat Sachsen entschieden, dass die Erstorientierungskurse in allen Erstaufnahmeeinrichtungen angeboten werden sollen und dass dabei auf das erprobte Curriculum des sächsischen Modellprojektes zurückgegriffen werden soll.

Das Modellprojekt wurde von der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration (SMGI) seit Dezember 2015 gefördert und vom Sächsischen Volkshochschulverband, ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. sowie mehreren lokalen Volkshochschulen in die Praxis umgesetzt. Im Projektzeitraum konnten so über 400 Kurse an mehr als 10 Standorten durchgeführt werden. Über 8.000 Asylsuchende nahmen an den Kursen teil.

Das Kuratorium des Marwa El-Sherbini Stipendiums für Weltoffenheit und Toleranz hat beschlossen, Frau Youmna Fouad aus Ägypten, ab dem 1. Oktober 2017 das Marwa El-Sherbini Stipendium zu gewähren.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Vorsitzender des Kuratoriums: „Youmna Fouad hat in ihrer freundlichen Videobotschaft an das Kuratorium gezeigt, dass sie sehr engagiert ist und sich Gedanken macht, wie es gehen könnte mit der Verständigung in Dresden. Wir freuen uns auf ihre Ideen und Initiativen.“

Die Ko-Vorsitzende des Kuratoriums, Petra Köpping, Staatsministerin für Integration und Gleichstellung sagt dazu: „Das Engagement von Frau Fouad ist beeindruckend und vorbildlich. Ich freue mich, dass wir mit ihr eine Stipendiatin gefunden haben, die die Idee des Marwa El  Sherbini - Stipendiums mit Leben erfüllen und in praktisches Handeln umsetzen wird. Der Vorgängerin, Frau Fatimah Khasbullah, danke ich für ihre gute Arbeit und ich wünsche ihr für ihre Zukunft alles erdenklich Gute.“

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag behauptet, dass mit der im März 2017 geänderten Richtlinie des Programms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ eine Entgeltobergrenze für die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter eingeführt worden wäre, in deren Folge die demokratische Bildungsarbeit im Freistaat Sachsen erheblich erschwert würde. Die maximale Vergütung der Personalstellen in einer Höhe der Vergütungsgruppe E9 gemäß des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes verhindere, dass die Projektträger qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen und fair bezahlen könne.

Dazu erklärte die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, heute im Sächsischen Landtag: „Wir haben die Überarbeitung des Förderprogrammes „Weltoffenes Sachsen“ ausgesprochen transparent und auf Augenhöhe mit den Projektträgern gemeinsam bewerkstelligt. Ein wichtiger Punkt, der auch das Personal betrifft, ist die Verlängerung der Projektlaufzeit auf bis zu 3 Jahre. Dies bedeutet, im Gegensatz zur bisherigen Laufzeit von maximal 1 Jahr, mehr Planungssicherheit. Projekte haben zudem nun Zeit, ihre Ziele zu erreichen und nachhaltig Wirkung zu entfalten.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, lädt Bürgerinnen und Bürger in ihr Ministerinnenbüro zur Sprechstunde ein.

„In meiner über 20jährigen Laufbahn als Politikerin in verschiedenen Ämtern habe ich immer den direkten Austausch mit den Menschen gesucht. Daher biete ich auch als Ministerin gern eine Sprechstunde an, in der ich mich ganz individuell den Problemen und Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger widme. Es ist mir sehr wichtig, zuzuhören“, sagt Petra Köpping.

Die Sprechstunde findet statt:

Termin: Montag, 28. August
Uhrzeit: 15.30-18.00 Uhr
Ort: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Bautzner Str. 19a, 01099 Dresden

Wer an der Sprechstunde teilnehmen möchte, wird gebeten, sich mit einer kurzen Beschreibung seines Anliegens unter folgender Adresse anzumelden:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration
Stichwort: Ministerinnensprechstunde
Albertstraße 10
01097 Dresden

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