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Integrationsministerin Köpping: „Wichtiges Angebot zur Unterstützung der Integration“

Das Projekt CALM Sachsen (Counsel, Aid, Liaison for Migrants – Beratung, Hilfe, Vermittlung für Migranten) hat heute ein Psychosoziales Zentrum für seelisch belastete Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund (PSZ) in Chemnitz eröffnet. Träger der Beratungsstelle Chemnitz ist die SFZ Förderzentrum gGmbH mit Zuständigkeit für die Stadt Chemnitz, den Erzgebirgskreis und das Vogtland. Ziel dieses Projektes ist die bessere Integration der geflüchteten Menschen, so zum Beispiel durch Stabilisierung im Alltag.

Dazu Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration: „Wer aufgrund seiner Erfahrungen mit Gewalt, Krieg, Flucht und Verfolgung traumatisiert zu uns kommt, für den ist die Integration in unsere Gesellschaft oft mit großen Problemen verbunden. Schlimme Ereignisse, die die Menschen immer wieder einholen, einhergehend mit irrationalen Ängsten, die zu einem kompletten Rückzug führen können, erschweren oder verhindern beispielsweise die Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen. Ich freue mich daher sehr, dass wir mit dem Projekt CALM Sachsen ein weiteres Angebot fördern können, welches die bestehenden Ansätze vernetzt und vorhandene Lücken schließt. Zudem soll neben der Beratung von traumatisierten Geflüchteten auch die Schulung und Sensibilisierung von haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern geleistet werden.“

Menschen, die beispielsweise durch die mit der Auflösung gesellschaftlicher Strukturen in ihren Herkunftsregionen einhergehenden Gewalt, Kriegs- und Fluchterfahrungen ein erhöhtes Traumatisierungsrisiko aufweisen, finden im PSZ psychologische und psychosoziale Hilfe. In einem strukturierten Verfahren wird die Zielgruppe durch Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen in Einzel- und Gruppengesprächen kostenfrei beraten. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Unterstützung bei der Vermittlung in die medizinische oder therapeutische (Regel-) Versorgung der Region.

CALM Sachsen ist ein über die Förderrichtlinie „Integrative Maßnahmen“ des Geschäftsbereiches Gleichstellung und Integration des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz mit rund 200.000 Euro gefördertes Projekt, das bislang Beratungsangebote in Leipzig (Mosaik e.V.) und Dresden (DasBoot gGmbH) anbietet. Ab sofort werden auch in Chemnitz durch das SFZ Förderzentrum gGmbH – Beratungsstelle Chemnitz mit einem interdisziplinären und interkulturellen Team, bestehend aus 2 Psychologen, 2 Sozialpädagogen*innen und 2 Team- und Sprachassistenten derartige Beratungen in der Innenstadt von Chemnitz angeboten.

Hinweis: Diese Maßnahme wird mitfinanziert auf der Grundlage des von den Abgeordneten im Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
09.08.2017
Gesundheit | Integration

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