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Vor 81 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, wurden tausende Juden von Nationalsozialisten misshandelt, verhaftet oder ermordet. Synagogen, Versammlungsräume, Geschäfte und Wohnungen von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wurden verwüstet und geplündert. Diese Nacht war das offizielle Signal für den größten Völkermord in Europa. Seit Ende der 1970er Jahre wird an diesem Datum den schrecklichen Verbrechen und der Opfer gedacht. In vielen Orten finden sich an diesem Abend Menschen an den Stolpersteinen ein, die in Erinnerung an vertriebene Juden vor deren Wohn- und Geschäftshäuser verlegt worden sind, reinigen diese und stellen Kerzen auf.

Dazu sagt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: »An diesem Abend verneigen wir uns in Demut und Trauer vor den Opfern dieser furchtbaren Verbrechen, die Menschen anderen Menschen angetan haben. Nachbarn wurden zu Feinden, Freunde zu Verrätern – das ist unbegreiflich. Das solidarische Band, dass diese Gesellschaft damals zusammengehalten hat, wurde durch Hass und gezielte Hetze gesprengt. Ich schaue mit bangem Blick nach Halle, wo antijüdischer Hass mehrere Menschenleben forderte, ich schaue nach Zwickau, wo das Gedenken an Opfer rassistisch motivierter Morde geschändet wurde und angesichts dessen frage ich mich, wie stark das Band noch ist, dass unsere Gesellschaft in Frieden und Humanität vereint. Ich weiß, dass sich auch in Sachsen täglich viele Engagierte für den Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft einsetzen. Und auch das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht nehmen viele Demokratinnen und Demokratinnen ernst. Dieses Engagement macht uns Mut, dass wir es gemeinsam schaffen, die Solidarität untereinander zu stärken und gegen Hass und Hetze vorzugehen.« 

Pressemitteilung des SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

05.11.2019

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