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Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Arbeit von Frauen wertschätzen“

Der 18. März ist in diesem Jahr der Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Der Equal Pay Day am 18. März markiert damit symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes beträgt diese erneut 21 Prozent und liegt damit über dem europäischen Durchschnitt von 16 Prozent. Seit dem ersten Equal Pay Day 2008 hat sie die Lücke nur um 2 Prozentpunkte verringert.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, erklärt: „Auch in Sachsen sind die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen Realität. Warum ist das so? Frauen haben seltener Führungspositionen inne und arbeiten in schlechter bezahlten Branchen. Sie sind häufiger in Teilzeit beschäftigt und haben unterbrochene Erwerbsbiographien. Der heutige Tag will uns ermahnen, die Arbeit von Frauen wertzuschätzen. Es geht uns heute um Überzeugungsarbeit und um die Sensibilisierung von Unternehmen. Natürlich muss auch die Staatsregierung als Teil der Gesellschaft und großer Arbeitgeber in Sachsen ihren Beitrag leisten. Aus diesem Grund haben wir ein modernes Gleichstellungsgesetz vorgelegt, mit dem wir das Frauenförderungsgesetz aus dem Jahre 1994 weiterentwickeln haben. Der Gesetzentwurf konnte jedoch nicht verabschiedet werden. Ich bedaure sehr, dass wir dadurch eine große Chance vertan haben. Mit dem modernen Gleichstellungsgesetz wollten wir nicht nur die Situation von Frauen im öffentlichen Dienst verbessern, sondern auch die Männer stärken, die Zeit für ihre Familie in Anspruch nehmen wollen. Denn eine moderne Gleichstellungspolitik richtet sich an beide Geschlechter.“

Rund um den Equal Pay Day finden deutschlandweit wieder viele Aktionen statt. Das diesjährige Motto lautet WERTSACHE ARBEIT. Mit der Farbe Rot wollen die Initiatorinnen und Initiatoren auf die roten Zahlen in den Geldbörsen von Frauen aufmerksam machen. In Sachsen wird am 18. März ab 19 Uhr im Dresdner Programmkino Ost der Film „Hidden Figures“. Im Anschluss findet eine Diskussionsrunde statt. Veranstalter ist der Business And Professional Women Club Dresden.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
15.03.2019
Wirtschaft | Gleichstellung | Arbeit

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