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Integrationsministerin Petra Köpping: „Unbegründete Ängste abbauen“

(Dresden, den 27. April) Vor rund einem Jahr nahm die Koordinierungs-und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) ihre Arbeit auf. Seither sind bei den Landeskoordinatoren der KORA bzw. bei den KORA-Trägern insgesamt 47 Kontaktaufnahmen registriert worden. Daraus resultierend wurden 28 Beratungen durchgeführt.

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, erklärt: „Mit dem steigenden Bekanntheitsgrad der KORA bei den entsprechenden Fachkräften steigt auch die Anzahl der Anfragen an die KORA kontinuierlich. Es ist ein großer Erfolg, dass wir bereits nach einem Jahr, einen solchen Anstieg verzeichnen können. Besonders bei den Informations-, Sensibilisierungs- und Fortbildungsveranstaltungen gibt es eine große Nachfrage. Das Thema insgesamt hat in Sachsen eine Relevanz und die Auseinandersetzung mit dem Islam wird immer wichtiger.“

Das Leitziel der KORA besteht darin, islamistische Radikalisierung zu verhindern. Gleichzeitig will sie u.a. bei potentiell Betroffenen dafür sorgen, dass sie sich wieder der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verbunden fühlen. In Kooperation mit dem Violence Prevention Network e. V. und dem AUSSTEIGERPROGRAMM SACHSEN bietet die KORA auf Grundlage eines 5-Säulen-Modells Prävention (Säule 1 und 2) und Intervention (Säule 3 bis 5) im Bereich islamistische Radikalisierung in Sachsen an.

Bisher wurden 38 Informations-, Sensibilisierungs- und Fortbildungsveranstaltungen (Säule 2) durchgeführt. Weitere 35 Workshops sind für das Jahr 2018 geplant. Im Oktober 2017 fand zudem in Leipzig das 1. KORA Forum, eine jährliche Informations- und Vernetzungsveranstaltung der KORA, mit 95 insgesamt Teilnehmern aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Wohlfahrt, Kommunalverwaltung, Sicherheitsbehörden und muslimischen Organisationen statt. Weitere KORA – Foren sind geplant.

„Mir ist ganz wichtig, dass wir mit der KORA auch dazu beitragen, unbegründete Ängste abzubauen. Eine stark ausgeprägte oder zunehmende Religiosität ist kein zwingendes Zeichen einer Radikalisierung. Auf der anderen Seite ist das Schauen von Videos im Internet auch nicht zwingend ein Zeichen für Weltläufigkeit und Toleranz. Es kommt stets auf den Hintergrund und die richtige, fachlich fundierte Einordnung an, welche die KORA leisten und vermitteln kann“, so Integrationsministerin Petra Köpping abschließend.

Hintergrund: Die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention, kurz KORA, ist ein Vorhaben der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsminister des Innern und dem Staatsminister der Justiz und nahm im März 2017 ihre Arbeit auf. Sie ist Bestandteil des Demokratie-Zentrums Sachsen. Dieses bündelt und vernetzt alle Aktivitäten von Bund und Freistaat Sachsen im Bereich der Förderung von Demokratie und Vielfalt gegen jegliche Form des Extremismus. Die Landeskoordinatoren des Demokratie-Zentrums Sachsen, welche die KORA betreuen, fungieren dabei unter anderem über eine Hotline (0351 564 564 9 – Montag bis Freitag von 9.00-16.00 Uhr) als zentrale Ansprechpartner zu den Themen Radikalisierungsprävention im Kontext islamistischer Extremismus sowie Islam- und Muslimfeindlichkeit in Sachsen.

Hinweis: Die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) sowie das Demokratie-Zentrum Sachsen werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
27.04.2018
Sicherheit & Inneres | Integration | Asyl

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