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Veranstaltungshinweis

Endlich über den gewaltigen Umbruch nach der Wende öffentlich reden zu dürfen, schon das tut vielen Menschen in Ostdeutschland gut. Denn einerseits war die Wiedervereinigung ein Glücksfall der deutschen Geschichte mit vielen richtigen Entscheidungen. Andererseits wurden aber auch Fehler gemacht, die bis heute nachwirken. Darüber soll gesprochen werden bei einer öffentlichen Diskussionsrunde mit Bürgern zu der auch die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, eingeladen ist.

„Mir ist es wichtig, dass die Menschen im Osten mit ihren Erfahrungen aus der Nachwende-Zeit ernst genommen werden“, sagt Staatsministerin Petra Köpping. „Mit den vielen Veranstaltungen, die die Ostdeutschen zu bestehenden Nachwende-Ungerechtigkeiten in den vergangenen Monaten organisiert haben, konnte zum einen Öffentlichkeit hergestellt und Interesse unter Westdeutschen geweckt werden. Zum anderen haben die Ostdeutschen aber auch einen ersten politischen Erfolg erzielt. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung gibt es seitdem einen Härtfallfonds, den ich eher Gerechtigkeitsfonds nennen möchte. Mit diesem Fonds könnten Rentenungerechtigkeiten, wie im Fall der 17 betroffenen Gruppen, entschädigt werden. Für die Umsetzung dieses Fonds müssen die Ostdeutschen jetzt kämpfen“, fordert Staatsministerin Petra Köpping.

Die Veranstaltung wird organisiert vom DGB-Bezirk Sachsen und dem Verein „Arbeit und Leben“. Eingeladen sind auch Vertreter der 17 von Rentenungerechtigkeiten betroffenen Berufs- und Personengruppen. So werden unter anderem ehemalige DDR-Reichsbahner, Vertreter der technischen Intelligenz und Vertreterinnen vom „Verein der in der DDR geschiedenen Frauen“ zu Wort kommen.

Termin: Mittwoch, 11.April
Uhrzeit: 15 Uhr
Ort: Dresdner Volkshaus, 6.Etage, Saal „Richard Teichgräber Schützenplatz 14, Dresden

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
04.04.2018
Gleichstellung | Soziales | Veranstaltung | Integration

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