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Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Bekämpfung von Diskriminierungen muss in allen Teilen Sachsens stattfinden“

(Chemnitz, 7. Dezember) Heute eröffnete die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, die Antidiskriminierungsberatungsstelle für Chemnitz und die angrenzenden Landkreise Mittelsachsen, Erzgebirge und Zwickau. Der Träger der Einrichtung ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. (ADB), welches auch Beratungsstellen in Dresden und Leipzig unterhält.

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Die Bekämpfung von Diskriminierungen muss in allen Teilen Sachsens stattfinden. Wenn Menschen wegen ihrer Behinderung, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Identität ausgegrenzt, benachteiligt oder angegriffen werden, benötigen sie Unterstützung, um sich gegen Diskriminierung zu wehren und ihre eigenen Rechte durchzusetzen. Mit der Eröffnung der Regionalstelle des ADB Chemnitz vollziehen wir einen wichtigen Schritt zum Aufbau einer flächendeckenden Antidiskriminierungsberatung in Sachsen. Um Diskriminierungen nachhaltig zu bekämpfen, brauchen wir nachhaltige Hilfestrukturen vor Ort.“

Zum 9. Mal in Folge wurde hervorragendes Engagement ausgezeichnet

(Dresden, den 16. November) Heute verliehen die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth, Staatsminister a.D., den 9. Sächsischen Integrationspreis. Preisträger sind die Tischlerei Schulz aus Chemnitz, die Zeittauschbörse in Taucha und die Stadtteilarbeit SPIKE aus Dresden.

Für den Sächsischen Integrationspreis 2018 hatten sich 78 Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen beworben. Ausgezeichnet wurden drei Projekte und Initiativen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft einsetzten, sie unterstützten, förderten und vorlebten.

Landtagsvizepräsident Horst Wehner begrüßte die Gäste im voll besetzten Plenarsaal: „Die Vielzahl von Bewerbungen verdient den Dank und die Anerkennung der sächsischen Politik und eine noch stärkere Wahrnehmung und Vorbildwirkung in der sächsischen Öffentlichkeit, wie das mit der Verleihung des Integrationspreises zum Ausdruck gebracht wird.“

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, betonte in ihrem Grußwort: „Bei vielen Wettbewerben gibt es nur wenige herausragende Gewinner – beim Sächsischen Integrationspreis ist das nicht der Fall. Am liebsten möchte ich jedem Bewerber, jeder Bewerberin, den vielen Vereinen und Initiativen und natürlich den Unternehmen einen Preis überreichen und jedem und jeder Einzelnen für das großartige Engagement danken. Integration schaffen wir nur gemeinsam. Und es freut mich zu sehen, wie viele Menschen in Sachsen diese Tatsache verinnerlicht haben und sich jeden Tag dafür einsetzen, anderen dabei zu helfen, bei uns eine neue Heimat zu finden.“

Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth erläuterte: „Es geht um mehr als um Unterbringung oder um erste sprachliche Verständigung. Es geht um sinnvolle zukunftsorientierte Qualifizierung und Beschäftigung. Dafür sind eine Vielzahl von Menschen mit Herz und Verstand engagiert. Für die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen müssen sich Politik und Verwaltung einsetzen.“

Drei gleichwertige Preise, die mit je 3.000 Euro dotiert sind, wurden vergeben.

Preisträger Sächsischer Integrationspreis 2018

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Wir müssen Gewalt gegen Frauen zum öffentlichen Thema machen“

(Dresden, den 14. November) Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping hat heute gemeinsam mit der Vorsitzenden des Landesfrauenrates Sachsen e.V. Susanne Köhler und der Leiterin der Dresdner Interventions- und Koordinierungsstelle Sylvia Müller das Programm für die Sächsische Frauenwoche vorgestellt.

Die Sächsische Frauenwoche findet rund um den 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt und bietet thematisch zusammenhängende Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt „Häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen“. Unter dem Motto „Gewalt beginnt nicht mit Schlägen“ möchten die Organisatorinnen ein öffentliches Bewusstsein für die Lebensrealität von Betroffenen von Gewalt schaffen. Jede vierte in Deutschland lebende Frau hat bereits körperliche oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Seit 2012 steigt die Zahl der Betroffenen, bei einer hohen Dunkelziffer (Angaben: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Gewalt gegen Frauen hat viele Formen und betrifft alle sozialen Schichten und Altersklassen. Die weltweit am häufigsten auftretende Form von Gewalt gegen Frauen ist Gewalt durch einen vertrauten Partner. Deshalb liegt auch beim sächsischen Hilfesystem der Fokus auf der Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Wir wissen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Viele Frauen, die Gewalt erleiden, suchen keine Hilfe auf. Darum müssen wir dafür sorgen, dass mehr Betroffene in unserem Hilfesystem ankommen. Wir müssen Gewalt gegen Frauen noch stärker als bisher zum öffentlichen Thema machen. Dies wollen wir unter anderem mit der Frauenwoche erreichen, die wir mit 90.000 Euro über unsere Richtlinie Chancengleichheit fördern. Gewalt gegen Frauen geht alle an und das Schweigen hilft nur dem Täter.“

Integrationsministerin Petra Köpping: „Islam- und Muslimfeindlichkeit als Antrieb für islamistische Radikalisierung sollte nicht unterschätzt werden.“

(Leipzig, 12. November) Heute fand in Leipzig bereits das zweite Forum der Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention des Freistaates Sachsen (KORA) in Leipzig statt. Auch in diesem Jahr nahmen etwa 120 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Verbänden, staatlichen Institutionen sowie religiösen Einrichtungen an der Fachveranstaltung teil.

Neben Impulsreferaten aus Wissenschaft und Praxis beispielsweise über die Attraktivität des Salafismus oder die Ursachen von Islamfeindlichkeit in der Bevölkerung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Seminaren ihre Kenntnisse unter anderem über die Prävention und Intervention von islamistischem Extremismus oder die Narrative der Islam- und Muslimfeindlichkeit vertiefen.

Dazu die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Mit der Einrichtung der KORA im letzten Jahr sind wir dem Grundsatz ‚Handeln, bevor etwas passiert‘ gefolgt. Nachdem die Arbeit in der KORA nun erfolgreich angelaufen ist, die ersten Beratungsgespräche geführt und die Kontakte zu den Projektpartnerinnen und -partnern vertieft wurden, möchten wir auch in diesem Jahr wieder alle am Thema Beteiligten zusammenbringen und das KORA Forum als eine regelmäßige sachsenweite Informations- und Vernetzungskonferenz für die beiden Phänomenbereiche der islamistischen Radikalisierung sowie der Islam- und Muslimfeindlichkeit etablieren. Dass diese Themen für viele Fachkräfte eine hohe Relevanz besitzen, zeigt allein die Tatsache, dass seit dem Start der KORA bereits 75 Fortbildungsveranstaltungen durch unsere Träger durchgeführt und damit über 700 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fortgebildet werden konnten.“

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Jubiläum ist Ansporn für den weiteren gemeinsamen Einsatz für die Chancengleichheit beider Geschlechter“

(Dresden, den 11. November) Zum 100jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland sagt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „100 Jahre Frauenwahlrecht bedeuten für mich mehr als ein Grund zum Feiern. Anlässlich eines solch grandiosen Jubiläums blicken wir anerkennend auf das bisher Erreichte, auch wenn es nach wie vor viele Bereiche gibt, in denen wir von einer tatsächlichen Gleichstellung, gleichen Chancen für Männer und Frauen, noch weit entfernt sind. Diese kritikwürdigen Zustände sind uns aber ein Ansporn, uns weiter für die Chancengleichheit einzusetzen. Und zwar gerade vor dem Hintergrund dieses Jubiläums, das uns zeigt, welche gesellschaftlichen Veränderungen möglich sind, wenn wir uns gemeinsam für eine Sache einsetzen. Das moderne Gleichstellungsgesetz, welches wir derzeit erarbeiten, bedeutet für mich einen Meilenstein in der sächsischen Gleichstellungspolitik. Denn wir entwickeln es gemeinsam von einem Frauenfördergesetz zu einem Gesetz weiter, welches die Belange beider Geschlechter berücksichtigt. Denn eine moderne Gleichstellungspolitik richtet sich nach meiner Auffassung an Männer und Frauen.“

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