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Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Wir müssen Gewalt gegen Frauen zum öffentlichen Thema machen“

(Dresden, den 14. November) Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping hat heute gemeinsam mit der Vorsitzenden des Landesfrauenrates Sachsen e.V. Susanne Köhler und der Leiterin der Dresdner Interventions- und Koordinierungsstelle Sylvia Müller das Programm für die Sächsische Frauenwoche vorgestellt.

Die Sächsische Frauenwoche findet rund um den 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt und bietet thematisch zusammenhängende Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt „Häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen“. Unter dem Motto „Gewalt beginnt nicht mit Schlägen“ möchten die Organisatorinnen ein öffentliches Bewusstsein für die Lebensrealität von Betroffenen von Gewalt schaffen. Jede vierte in Deutschland lebende Frau hat bereits körperliche oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Seit 2012 steigt die Zahl der Betroffenen, bei einer hohen Dunkelziffer (Angaben: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Gewalt gegen Frauen hat viele Formen und betrifft alle sozialen Schichten und Altersklassen. Die weltweit am häufigsten auftretende Form von Gewalt gegen Frauen ist Gewalt durch einen vertrauten Partner. Deshalb liegt auch beim sächsischen Hilfesystem der Fokus auf der Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Wir wissen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Viele Frauen, die Gewalt erleiden, suchen keine Hilfe auf. Darum müssen wir dafür sorgen, dass mehr Betroffene in unserem Hilfesystem ankommen. Wir müssen Gewalt gegen Frauen noch stärker als bisher zum öffentlichen Thema machen. Dies wollen wir unter anderem mit der Frauenwoche erreichen, die wir mit 90.000 Euro über unsere Richtlinie Chancengleichheit fördern. Gewalt gegen Frauen geht alle an und das Schweigen hilft nur dem Täter.“

Integrationsministerin Petra Köpping: „Islam- und Muslimfeindlichkeit als Antrieb für islamistische Radikalisierung sollte nicht unterschätzt werden.“

(Leipzig, 12. November) Heute fand in Leipzig bereits das zweite Forum der Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention des Freistaates Sachsen (KORA) in Leipzig statt. Auch in diesem Jahr nahmen etwa 120 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Verbänden, staatlichen Institutionen sowie religiösen Einrichtungen an der Fachveranstaltung teil.

Neben Impulsreferaten aus Wissenschaft und Praxis beispielsweise über die Attraktivität des Salafismus oder die Ursachen von Islamfeindlichkeit in der Bevölkerung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Seminaren ihre Kenntnisse unter anderem über die Prävention und Intervention von islamistischem Extremismus oder die Narrative der Islam- und Muslimfeindlichkeit vertiefen.

Dazu die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „Mit der Einrichtung der KORA im letzten Jahr sind wir dem Grundsatz ‚Handeln, bevor etwas passiert‘ gefolgt. Nachdem die Arbeit in der KORA nun erfolgreich angelaufen ist, die ersten Beratungsgespräche geführt und die Kontakte zu den Projektpartnerinnen und -partnern vertieft wurden, möchten wir auch in diesem Jahr wieder alle am Thema Beteiligten zusammenbringen und das KORA Forum als eine regelmäßige sachsenweite Informations- und Vernetzungskonferenz für die beiden Phänomenbereiche der islamistischen Radikalisierung sowie der Islam- und Muslimfeindlichkeit etablieren. Dass diese Themen für viele Fachkräfte eine hohe Relevanz besitzen, zeigt allein die Tatsache, dass seit dem Start der KORA bereits 75 Fortbildungsveranstaltungen durch unsere Träger durchgeführt und damit über 700 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fortgebildet werden konnten.“

Gleichstellungsministerin Petra Köpping: „Jubiläum ist Ansporn für den weiteren gemeinsamen Einsatz für die Chancengleichheit beider Geschlechter“

(Dresden, den 11. November) Zum 100jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland sagt die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping: „100 Jahre Frauenwahlrecht bedeuten für mich mehr als ein Grund zum Feiern. Anlässlich eines solch grandiosen Jubiläums blicken wir anerkennend auf das bisher Erreichte, auch wenn es nach wie vor viele Bereiche gibt, in denen wir von einer tatsächlichen Gleichstellung, gleichen Chancen für Männer und Frauen, noch weit entfernt sind. Diese kritikwürdigen Zustände sind uns aber ein Ansporn, uns weiter für die Chancengleichheit einzusetzen. Und zwar gerade vor dem Hintergrund dieses Jubiläums, das uns zeigt, welche gesellschaftlichen Veränderungen möglich sind, wenn wir uns gemeinsam für eine Sache einsetzen. Das moderne Gleichstellungsgesetz, welches wir derzeit erarbeiten, bedeutet für mich einen Meilenstein in der sächsischen Gleichstellungspolitik. Denn wir entwickeln es gemeinsam von einem Frauenfördergesetz zu einem Gesetz weiter, welches die Belange beider Geschlechter berücksichtigt. Denn eine moderne Gleichstellungspolitik richtet sich nach meiner Auffassung an Männer und Frauen.“

Staatsministerin Petra Köpping: „Auf demokratie-und menschenfeindliche Phänomene angemessen reagieren“

(Dresden, den 6. November) Über Struktur, Aufbau und die zahlreichen Angebote des Demokratie-Zentrums Sachsen berichtete heute die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, im Rahmen der Kabinettspressekonferenz.

Das Demokratie-Zentrum Sachsen ist ein Kooperationsverbund staatlicher und nicht-staatlicher Akteure, der sich für die Stärkung der Demokratie und gegen Formen demokratie-und rechtstaatsfeindlicher Phänomene wie Rassismus, Antisemitismus oder Islamismus einsetzt.

Staatsministerin Petra Köpping: „Der Erhalt der Demokratie ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Demokratie- und menschenfeindliche Phänomene sind nicht statisch, sondern unterliegen vielfältigen Wandlungsprozessen. Darauf müssen wir uns einstellen und angemessen reagieren. Dabei helfen uns die Mitglieder des Kooperationsverbundes, der sich unter dem Dach des Demokratie-Zentrums Sachsen, zusammengefunden hat.“

(Dresden, den 31. Oktober) Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, ist am 1. November zu verschiedenen Gesprächen zu den Themen Gleichstellung und Integration in Prag. Sie diskutiert unter anderem mit Vertreterinnen und Vertreterin tschechischer Ämter und Behörden über Strategien und Maßnahmen zur Integration von Migrantinnen und Migranten. Außerdem spricht sie mit politischen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern über die „Ehe für Alle“.

Staatsministerin Petra Köpping: „Der persönliche Austausch mit unseren tschechischen Nachbarn ist für mich ein wichtiger Bestandteil des Erhalts unserer guten Beziehungen. Ich freue mich daher sehr über die Einladung zum Gegenbesuch, nachdem ich bereits vor einigen Monaten eine tschechische Delegation in meinem Geschäftsbereich begrüßen durfte. Das neuerliche Treffen bietet nun die Gelegenheit, einige Themen wieder aufzugreifen und den Austausch fortzusetzen. Denn trotz der örtlichen Nähe gibt es Unterschiede in der Gleichstellungs- und Integrationspolitik unserer beiden Nachbarländer.“

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SMGI - Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
31.10.2018
Gleichstellung | Europa | Integration

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