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+++ Bereicherung für Wissenschaftslandschaft +++ wichtige Innovationssäule im Freistaat +++

Holger Mann: „Die gemeinnützigen, wirtschaftsnahen externen Industrieforschungseinrichtungen (IFE) sind eine wertevolle Bereicherung unserer sächsischen Wissenschaftslandschaft. Neben der Fraunhofer-Gesellschaft, den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der Berufsakademie Sachsen sind sie ein ebenso starker Partner für anwendungsorientierte Forschung in Sachsen. Unser Ziel in diesem breiten Feld ist es, Innovation in Sachsen nicht nur groß zu schreiben, sondern auch groß zu machen. Hierzu wird die künftige Förderrichtlinie für investive Zuschüsse an wirtschaftsnahe externe Industrieforschungseinrichtungen beitragen. Im Doppelhaushalt 2017/18 sind auf Initiative der Fraktionen von SPD und CDU 7 Millionen Euro eingestellt wurden.“

Iris Raether-Lordieck: „Kurz nach der Friedlichen Revolution haben sich Menschen gefunden, die den unternehmerischen Mut und Weitblick hatten, in Innovation und vor Ort in Sachsen zu investieren. Die Entwicklung der letzten 25 Jahre hat gezeigt, dass die Industrieforschungsinstitute sich als gemeinnützige Institutionen erfolgreich am Markt positioniert haben. Die sächsische Industrieforschung ist Teil unserer Geschichte: Insbesondere in den ersten Nachwendejahren standen auch diesen Instituten EU-Fördermittel zur Verfügung, um dringend notwendige Investitionen zu tätigen und so zum Wiederaufbau der sächsischen Wirtschaft beizutragen. Nachdem sich die EU-Strukturfonds, die allgemeine wirtschaftliche Lage in Sachsen und die bundesweite Förderkulisse gewandelt haben, bestehen für bestimmte Investitionen keine Förderprogramme, die aber zum weiteren Aufschwung der Industrieforschung erforderlich sind. Durch das nunmehr angestoßene sächsische Investitionsförderprogramm für IFE können so Nachteile gegenüber grundfinanzierten Forschungsverbünden kompensiert werden. Dabei ist klar, dass eine weitere Innovationssäule im Freistaat Sachsen gestärkt wird.“

Hintergrund:

Zitat aus dem Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Strategien für eine zukunftsorientierte Technologie- und Innovationspolitik im Freistaat Sachsen“: „Die externen, gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen Sachsens kompensieren teilweise die bestehenden Nachteile fehlender, gebündelter und interdisziplinärer FuE-Kapazitäten der bisher nur ansatzweise vorhandenen Großindustrie und der fehlenden wertschöpfungskettenübergreifenden Netzwerke. Sie erhalten und wollen keine Grundfinanzierung, sind aber ein wichtiger Bestandteil der sächsischen Wissenschaftslandschaft und eine wesentliche Voraussetzung für die industrielle Weiterentwicklung der sächsischen Wirtschaft.“

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Dresden, 28. September 2017
PRESSEMITTEILUNG
der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag
Thema: Industrieforschung
Holger Mann, Sprecher für Hochschule und Wissenschaft sowie Technologie und Digitalisierung der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, und
Iris Raether-Lordieck, Sprecherin für Industriepolitik, zum CDU-SPD-Antrag „Stärkung der externen Industrieforschung im Freistaat Sachsen“ (Drs. 6/40754)

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