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Sabine Friedel, Bildungsexpertin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, am Mittwoch zur neusten PISA-Studie:

„Wir wollen als Koalition weitere Schritte für mehr Chancengleichheit im sächsischen Bildungssystem gehen. So wird es einen Budgetaufschlag für Kindergärten und Schulen mit besonderen Bedarfen geben. Auch die Einführung von Gemeinschaftsschulen wird die frühe Selektion der Schülerinnen und Schüler abmindern“, so Sabine Friedel zur jüngsten PISA-Studie.

„Doch: All diese Schritte mildern nur die Symptome. Ursache für die große Ungleichheit ist und bleibt das gegliederte Schulsystem – bundesweit. Wenn Deutschland zu den TOP 5 aufrücken möchte, muss sich die deutsche Gesellschaft von ihrer althergebrachten Schultradition verabschieden. Das ist nicht nur eine Frage der Politik, sondern eines gemeinsamen Bewusstseinswandels. Der Blick in die anderen Länder der Welt zeigt, dass eben nicht Selektion zu guten Bildungserfolgen für alle führt, sondern das längere gemeinsame Lernen.“

Hintergrund: Die PISA-Studie 2019 stellt fest, dass Chancengerechtigkeit eine der Herausforderungen für das deutsche Bildungssystem bleibt. So hat sich in Deutschland seit der letzten PISA-Studie mit Leseschwerpunkt (2009) beim Leseverständnis die Abhängigkeit der Leistung von der Herkunft noch verstärkt. Auch weist Deutschland eine stärkere Konzentration leistungsschwacher und leistungsstarker Schüler an bestimmten Schulen auf, als dies im OECD-Durchschnitt der Fall ist. Grund dafür, so die PISA-Studie wörtlich, ist die frühe Selektion und Aufteilung auf verschiedene Schultypen.

Pressemitteilung der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag vom 04.12.2019.

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