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Bei einem Besuch in Weißwasser setzt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Dirk Panter an diesem Freitag seine Gespräche mit Kommunalpolitikern fort. Daran werden unter anderen Landrat Bernd Lange und Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch teilnehmen.

Dirk Panter: „Eines der wichtigsten Ziele der SPD in der Koalition ist es, unsere Kommunen besser zu unterstützen. Wir haben in den vergangenen Monaten ganz konkrete Verbesserungen auf den Weg gebracht. Erinnert sei etwa an die pauschalen Zuweisungen für Kommunen im ländlichen Raum im Umfang von jährlich 30 Millionen Euro bis 2020 oder das neue Programm ‚Invest Schule‘, über das mit rund 200 Millionen Euro der Bau von Schulen zusätzlich gefördert wird. 

+++ Primarstufe Plus an TU Chemnitz einführen +++ Entfristung für Lehrerbildung +++

„Die Höhergruppierung der Grundschullehrer zeigt Wirkung, wenn Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird. Die Koalition hat hier einen wegweisenden Impuls gesetzt: Sachsen besitzt jetzt einen Standortvorteil bei der Gewinnung von Grundschullehrkräften“, erklärt SPD-Bildungsexpertin Sabine Friedel.

„Wenn zudem die Heimatverbundenheit der Chemnitzer Studierenden dazu führt, den Bedarf in der Region besser zu decken, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Mit dem kommenden Doppelhaushalt 2019/20 werden wir die Stellen für die Grundschullehrerausbildung an der TU Chemnitz aufwerten und entfristen. So können auf Dauer in Chemnitz Grundschullehrerinnen und –lehrer für die Region ausgebildet werden“, so Friedel.

„Selbstverständlich gehört es zu den Aufgaben des zuständigen Ministers, diverse touristische Einrichtungen zu besuchen und Werbung für Sachsen als Urlaubsland zu machen.  Und dass der Minister in andere ultraharte Jobs eintaucht, einen Arbeitstag miterlebt wie kürzlich in der Pflege, ist großartig. Eine Kritik daran ist lebensfremd“, regierte Thomas Baum auf jüngste Äußerungen aus der FDP.

„Jetzt dem Minister Verkehrsprobleme anzulasten, das ist mehr als frech. Wer hat denn dieses Land unter Schwarzgelb fast zu Tode gespart? Wer hat dafür gesorgt, dass dringende Bauarbeiten nicht in Angriff und die notwendig en Planungsvorläufe nicht vorbereitet worden sind? Um Ross und Reiter zu nennen: Die FDP hatte dieses Ministerium mit einem Minister Morlock inne.“

+++ Bessere Vergütung +++ Qualität der Ausbildung erhöhen +++ Jugendberufsagenturen stärken +++

„Wenn mehr als jeder vierte Jugendliche in Sachsen seine Lehre abbricht, ist das eindeutig zu viel“, erklärt Henning Homann zu den jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Zwar sei es ein Erfolg, dass Sachsen unter den ostdeutschen Bundesländern das einzige Land mit einer Abbrecherquote unter 30% sei, aber das stelle ihn nicht zufrieden. „Die Fachkräfteentwicklung zeigt, wir brauchen jede und jeden, und das so schnell wie möglich. Jeder Neuanlauf bei einer Lehre verzögert den Eintritt ins Berufsleben.“

„Die Gründe für den Abbruch von Ausbildungen sind sehr unterschiedlich“, so Homann weiter. „Also ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen notwendig, bei der Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik an einem Strang ziehen müssen. Das reicht von einer höheren Vergütung über die Verbesserung der Ausbildungsqualität bis hin zur Stärkung unserer Jugendberufsagenturen.“

+++ Orientierung an Tarifvergütung angemessen +++

„Die neuen von der Hans-Böckler-Stiftung vorgelegten Zahlen zur Ausbildungsvergütung sind alarmierend. Sowohl die großen Unterschiede zwischen Ost und West als auch die Differenzen zwischen den Berufen sind ungerecht. Wir brauchen endlich einen bundesweit einheitlichen Azubi-Mindestlohn. Ich erwarte, dass die von der Großen Koalition vereinbarten Pläne für eine Mindestausbildungsvergütung deshalb zügig umgesetzt werden“, so Henning Homann.

„Eine solche Mindestvergütung  würde auch die Attraktivität der Ausbildung steigern. Das käme vor allem Branchen zugute, die derzeit mit sehr hohen Abbrecherquoten zu kämpfen haben oder in denen Fachkräftemangel herrscht.“

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