Login

"Das Thema Umweltschutz ist fast in aller Munde. Ich möchte mal über die Leute sprechen, die Umweltschutz täglich praktizieren, das aber nicht an die große Glocke hängen. Die nämlich ihre Socken nicht beim ersten Loch wegschmeißen, sondern stopfen. Ich rede über die tollen Handwerker, die noch eine Waschmaschine reparieren und nicht gleich sagen, lohnt sich nicht mehr – obwohl nur eine Platine kaputt ist.

Wir haben früher auch viel selbst repariert, reparieren lassen oder aus Resten was gemacht. Was ich spannend finde: Es gibt immer mehr Menschen, die wieder Reparaturkenntnisse weitergeben und erklären, wie das Reparieren funktioniert. Viele haben das ja komplett vergessen. Es gibt inzwischen viele junge Leute, die sich nicht abfinden wollen, dass Supermärkte täglich Unmengen an Lebensmitteln wegschmeißen - wegen abgelaufener Mindesthaltbarkeitsdauer oder Druckstellen.

Also: Lebensmittel aus Abfallbehältern zu nehmen, das sollte in Sachsen kein Diebstahl sein! 

In den Schulen sollte noch mehr Lust auf so praktische Fähigkeiten wie Nähen, Reparieren und Kochen und sparsames Haushalten gemacht werden. So steht es auch im Regierungsprogramm der SPD.

Das klingt "klein". Ist es aber nicht. Weniger Müll, mehr reparieren, weiterverwenden und auch recyceln sind zentral für mehr Umweltschutz und der Wertschätzung von Produkten. Es geht um eine lokale Ökonomie des Reparierens und Wiederverwendens. Und das lokale Handwerk sollte hier unterstützt werden, das auch leisten zu können."

Zum Seitenanfang
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok